07 June 2026, 20:22

Protest gegen Kürzung des Deutsch-Italienisch-Programms in Wolfsburgs Leonardo-da-Vinci-Schule

Weniger Italienisch-Kurse an der IGS: Widerstand formiert sich

Protest gegen Kürzung des Deutsch-Italienisch-Programms in Wolfsburgs Leonardo-da-Vinci-Schule

Pläne zur Kürzung des deutsch-italienischen Zweisprachenprogramms an der Wolfsburgener Leonardo-da-Vinci-Schule stoßen auf Widerstand

Eine Entscheidung, das bilingualen Deutsch-Italienisch-Programm an der Wolfsburgener Leonardo-da-Vinci-Schule zu reduzieren, hat für Aufsehen gesorgt. Eine erst vor wenigen Tagen gestartete Online-Petition hat bereits über 550 Unterschriften gesammelt. Die Initiatoren fordern Stadt und Schulverantwortliche auf, die geplanten Kürzungen vor Beginn des nächsten Schuljahres rückgängig zu machen.

Wolfsburg pflegt seit den 1960er-Jahren enge Verbindungen zu Italien, als Tausende italienische Arbeitsmigranten in der Stadt sesshaft wurden. Heute leben dort mehr als 60.000 Menschen mit italienischen Wurzeln, die das kulturelle Gesicht der Stadt prägen. Die Leonardo-da-Vinci-Grund- und Gesamtschule trägt diesem Erbe Rechnung, indem sie eine zweisprachige Ausbildung in Deutsch und Italienisch anbietet.

Nach den geplanten Änderungen soll die Zahl der bilingualen Klassen von zwei auf nur noch eine reduziert werden. Als Begründung führen die Verantwortlichen geringe Anmeldezahlen an: Das Programm sei das einzige in Wolfsburg, das unter 70 Prozent Auslastung liege. Eltern und Lehrkräfte hingegen betonen, dass Zweisprachigkeit den Schülerinnen und Schülern langfristige Vorteile biete.

Die an Stadtverwaltung und Schulbehörden gerichtete Petition pocht darauf, beide Klassen zu erhalten. Die Unterstützer unterstreichen, wie wichtig es sei, die engen Bildungsbezüge zur italienischen Gemeinschaft Wolfsburgs zu bewahren.

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Das rasante Wachstum der Petition zeigt, wie groß die Besorgnis über die geplanten Streichungen ist. Sollte die Entscheidung bestehen bleiben, wird es ab dem nächsten Schuljahr nur noch eine bilingualen Klasse geben. Die Weichenstellung wird entscheiden, ob Wolfsburg seine jahrzehntelange bildungspolitische Verbindung zu den italienischen Wurzeln der Stadt weiter stärkt – oder aufgibt.

Quelle