Rentenexpertin Grimm fordert radikale Reformen: Minijobs abschaffen, Rente flexibler gestalten
Kreszentia SchachtRentenexpertin Grimm fordert radikale Reformen: Minijobs abschaffen, Rente flexibler gestalten
Die Wirtschaftswissenschaftlerin Veronika Grimm hat sich zu den jüngsten Vorschlägen der Rentenkommission geäußert. Sie befürwortet grundlegende Reformen des deutschen Rentensystems, darunter die Abschaffung von Minijobs für die meisten Beschäftigten. In ihren Stellungnahmen geht es zudem um Anpassungen des Renteneintrittsalters sowie um Altersvorsorgeoptionen für Selbstständige.
Grimm begrüßt den Plan, Minijobs weitgehend abzuschaffen, schlägt jedoch vor, sie ausschließlich für Studierende beizubehalten. Dies würde ihrer Ansicht nach die Arbeitsanreize für Geringverdiener stärken. Die Ökonomin unterstützt außerdem das Ende der Frühverrentung mit 63 Jahren und eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung.
Bei der Altersvorsorge für Selbstständige lehnt Grimm eine verpflichtende Einbindung in die gesetzliche Rentenversicherung ab. Sie hält eine Zwangsmitgliedschaft in einem System mit niedrigen Renditen für ungerecht. Stattdessen plädiert sie dafür, Selbstständigen die Wahl kapitalgedeckter Vorsorgeformen zu ermöglichen, die ihrer Meinung nach deutlich höhere Erträge bringen würden.
Zudem stimmt Grimm der Entscheidung zu, Beamte nicht in das reguläre Rentensystem zu integrieren.
Die vorgeschlagenen Reformen zielen darauf ab, Teile der deutschen Renten- und Arbeitsmarktlandschaft neu zu gestalten. Grimms Vorschläge konzentrieren sich auf mehr Flexibilität, höhere Renditen und stärkere Arbeitsanreize. Die endgültigen Beschlüsse der Kommission werden zeigen, welche Änderungen schließlich umgesetzt werden.
