26 June 2026, 12:18

Rentenkommission will Eintrittsalter auf 68 Jahre erhöhen – wer besonders betroffen ist

Rentenreform und Lebensarbeitszeit

Rentenkommission will Eintrittsalter auf 68 Jahre erhöhen – wer besonders betroffen ist

Die Rentenkommission der Bundesregierung schlägt eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters vor. Derzeit können Personen, die nach 1964 geboren wurden, mit 67 Jahren in Rente gehen – doch nun stehen Änderungen zur Debatte.

Die Kommission empfiehlt, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Bis 2041 müssten Arbeitnehmer bis 67,5 Jahre warten, bis 2051 würde die Grenze auf 68 Jahre steigen. Zudem lehnt sie eine Verknüpfung des Rentenalters mit den Beitragsjahren ab und will die Möglichkeit einer abschlagsfreien Rente nach 45 Arbeitsjahren streichen.

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Bundeskanzler Friedrich Merz argumentiert, dass Menschen, die später ins Berufsleben einsteigen, weniger eingezahlt hätten als jene, die mit 16 beginnen und 45 Jahre lang arbeiten. Diese Ungleichheit rechtfertige aus seiner Sicht die Reform. Die Regierung plant, die Vorschläge umzusetzen – was bedeuten würde, dass vor allem Menschen ohne Hochschulabschluss länger arbeiten müssten.

Für Arbeitnehmer in körperlich anspruchsvollen Berufen könnte das höhere Renteneintrittsalter eine besondere Härte darstellen. Sie müssten eine individuelle Gesundheitsprüfung durchlaufen, um vorzeitig in Rente gehen zu können. Akademiker, die oft mehr verdienen und länger leben, würden von der Neuregelung besonders profitieren: Sie erhielten länger eine höhere Rente.

Die Pläne würden das bisher einheitliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren für alle abschaffen. Arbeitnehmer in allen Branchen müssten länger im Berufsleben bleiben, wobei einige nur mit Gesundheitschecks früher in Rente gehen könnten. Akademiker wären die größten Gewinner der Reform.

Quelle