Reul greift Fußballvereine wegen laschem Umgang mit Stadionrowdys an
Kreszentia SchachtReul greift Fußballvereine wegen laschem Umgang mit Stadionrowdys an
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat Fußballvereine öffentlich für ihren Umgang mit Stadionrowdys kritisiert. Er wirft den Klubs vor, dass die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichten, um Störer zügig zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen.
Reul zeigte sich entsetzt darüber, dass bei Diskussionen über Stadionsecurity auch finanzielle Erwägungen eine Rolle spielen. Er betonte, dass Sicherheit eine staatliche Aufgabe sei und nicht von der privaten Finanzierung durch die Vereine abhängen dürfe.
Laut Reul zögerten viele Clubs, konsequent gegen Gewalttäter vorzugehen. Als Grund vermutet er die Angst, sich mit den eigenen Ultra-Fans zu vergraulen. Trotz umfassender Videoüberwachung in den Stadien werde nur selten schnell gegen Störer vorgegangen, kritisierte er.
Als Lösung schlägt Reul ein neues Gesetz vor, das Vereine bestrafen soll, wenn sie die Bearbeitung von Vorfällen mit Stadionrowdys unnötig verzögern. Das geplante Gesetz zielt darauf ab, Verfahren zu beschleunigen und die Klubs in die Pflicht zu nehmen. Reul besteht darauf, dass Sicherheit eine öffentliche Verantwortung bleiben müsse – und keine private Last. Seine Kritik unterstreicht die anhaltenden Schwierigkeiten, Fanbeziehungen mit wirksamer Strafverfolgung in Einklang zu bringen.






