S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet 2030 mit Rekordtakt
Kreszentia SchachtS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet 2030 mit Rekordtakt
S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln rückt näher
Das S11-Schienenausbauprojekt zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Wie offizielle Stellen bestätigten, könnten die Bauarbeiten bereits Ende 2030 beginnen – vorausgesetzt, die finalen Genehmigungen liegen vor. Das 836 Millionen Euro teure Vorhaben sieht eine Verdopplung der Gleiskapazität, die Modernisierung von Bahnhöfen sowie eine Verdichtung des Takts auf fast fünf Minuten während der Stoßzeiten vor.
Geplant sind unter anderem ein zweites Gleis entlang der Strecke, ein ausgebauter Bahnhof Bergisch Gladbach und ein komplett neuer Haltepunkt Köln-Kalk West. Zudem erhalten wichtige Stationen barrierefreie Mittelbahnsteige. Nach Fertigstellung wird die S11 alle zehn Minuten verkehren, in Spitzenzeiten fast im Fünf-Minuten-Takt.
Die DB InfraGO, die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, kann nun mit der Ausschreibung von Verträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen. Vorstandsmitglied Gerd-Dietrich Bolte erklärte, dass die Arbeiten unmittelbar nach der finalen Freigabe durch das Eisenbahn-Bundesamt starten könnten. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass alle Genehmigungen noch in diesem Sommer erteilt werden.
Die Finanzierung des Projekts in Höhe von 836 Millionen Euro setzt sich aus 531 Millionen Euro Bundesmitteln und 305 Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen zusammen. Verzögerungen könnten jedoch durch parallele Großbaustellen in Köln entstehen, etwa den Ausbau des KölnRings oder der Autobahn A3. Der ursprüngliche Fertigstellungstermin für das zweite Gleis im Jahr 2032 wird derzeit überprüft.
Norbert Reinkober, Geschäftsführer von go.Rheinland, bezeichnete den S11-Ausbau als das "schnellste Schienenprojekt Deutschlands". Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach, bestätigte, dass der Baubeginn für Ende 2030 geplant sei – sofern es keine weiteren Rückschläge gebe.
Die Erweiterung der S11 wird die Kapazitäten erhöhen, die Barrierefreiheit verbessern und die Wartezeiten für Fahrgäste verkürzen. Mit den erwarteten Genehmigungen könnte der Baustart in zwei Jahren erfolgen. Der genaue Zeitplan hängt jedoch davon ab, ob es zu Konflikten mit anderen großen Infrastrukturprojekten in der Region kommt.






