Sachsen-Anhalt setzt auf internationale Fachkräfte – doch viele Betriebe zögern noch
Harry JesselSachsen-Anhalt setzt auf internationale Fachkräfte – doch viele Betriebe zögern noch
Zahl ausländischer Beschäftigter in Sachsen-Anhalt steigt rasant an
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte im vergangenen Jahrzehnt stark erhöht. Fast jedes vierte Unternehmen in der Region beschäftigt mittlerweile internationales Personal – ein deutlicher Wandel auf dem regionalen Arbeitsmarkt.
Zwischen 2015 und 2025 hat sich die Zahl der ausländischen Beschäftigten in Sachsen-Anhalt vervierfacht. Allein von Juni 2024 bis Juni 2025 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten ausländischen Arbeitnehmer um 5.560. Im Jahr 2025 beschäftigten 11.539 Betriebe in der Region mindestens einen Mitarbeiter aus dem Ausland.
Das Wachstum der ausländischen Beschäftigung in Sachsen-Anhalt lag bei 43 Prozent – höher als in anderen ostdeutschen Bundesländern. Besonders größere Unternehmen stellten vermehrt internationale Arbeitskräfte ein. Zwischen 2020 und 2025 erhöhte sich die Zahl der Betriebe mit ausländischen Beschäftigten um 3.492.
Trotz dieses Anstiegs beschäftigen noch immer fast drei Viertel der Unternehmen in Sachsen-Anhalt keine ausländischen Arbeitskräfte. Aktuell stammen knapp 9 Prozent aller Beschäftigten in der Region aus dem Ausland. Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont, dass Zuwanderung für den Arbeitsmarkt unverzichtbar sei.
Der Anstieg ausländischer Beschäftigter spiegelt veränderte Beschäftigungsmuster in Sachsen-Anhalt wider. Immer mehr Unternehmen sind auf internationales Personal angewiesen, um offene Stellen zu besetzen. Dieser Trend wird voraussichtlich weiterhin die Zusammensetzung der Belegschaften in der Region prägen.






