Sachsen erhöht Beamtengehälter: CDU und SPD einigen sich auf stufenweise Anpassung
Kreszentia SchachtSachsen erhöht Beamtengehälter: CDU und SPD einigen sich auf stufenweise Anpassung
Beamte in Sachsen erhalten Gehaltserhöhung nach Einigung von CDU und SPD
Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst Sachsens können sich über höhere Gehälter freuen: Die regierenden Parteien CDU und SPD haben sich auf ein neues Vergütungspaket geeinigt. Die Erhöhung orientiert sich am aktuellen Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst und soll die Leistung der Beamten und Angestellten würdigen. Auch andere Bundesländer haben bereits ähnliche Schritte für ihre Bediensteten eingeleitet oder planen diese.
Die Gehaltsanpassung erfolgt schrittweise: Zum 1. April 2026 steigen die Bezüge um 2,8 Prozent, es folgen weitere Erhöhungen um 2,0 Prozent zum 1. März 2027 und um 1,0 Prozent zum 1. Januar 2028. Die Regelung entspricht damit dem Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst vom Februar 2024.
Jan Löffler, haushaltspolitischer Sprecher der CDU, bezeichnete die Entscheidung als "Frage der Gerechtigkeit". Henning Homann, Fraktionsvorsitzender der SPD, betonte, die Maßnahme diene der Wertschätzung der Beamten und unterstütze zugleich die Modernisierung der Verwaltung.
Neben Sachsen haben bereits Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein bestätigt, die Tariferhöhung ab April 2026 auf ihre Landesbediensteten zu übertragen. Bayern, Rheinland-Pfalz und Thüringen prüfen ähnliche Schritte, haben jedoch noch keine endgültigen Beschlüsse gefasst.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßte die Ankündigung. Ralf Hron, stellvertretender DGB-Landesvorsitzender in Sachsen, hob die unverzichtbare Rolle der Beamten für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie hervor.
Die schrittweisen Gehaltserhöhungen ab 2026 kommen Beschäftigten in mehreren Bundesländern zugute. In Sachsen soll ein Gesetzesentwurf die Vereinbarung formal verankern, während andere Regionen noch über die Umsetzung beraten. Das Abkommen steht im Kontext bundesweiter Bestrebungen, die Besoldung im öffentlichen Dienst an die Tarifstandards anzupassen.






