Sachsen plant 531-Millionen-Projekt: Elektrifizierung der Strecke Leipzig–Chemnitz bis 2030
Kreszentia SchachtSachsen plant 531-Millionen-Projekt: Elektrifizierung der Strecke Leipzig–Chemnitz bis 2030
Sachsen hat Pläne bekannt gegeben, die Bahnstrecke Leipzig–Chemnitz zu elektrifizieren. Das Land wird mindestens 15 Millionen Euro aus eigenen Mitteln für das Vorhaben bereitstellen, das eine Strecke verbessern soll, die derzeit von Verspätungen und Überlastung geplagt ist.
Die Bahnstrecke leidet seit Langem unter Kapazitätsengpässen. Nach dem Zweiten Weltkrieg auf ein einziges Gleis reduziert und ohne Oberleitungen, wird sie derzeit zu 140 Prozent ausgelastet. Schon kleine Störungen führen häufig zu erheblichen Verspätungen, was Pendler und die wichtige Verbindung zwischen Chemnitz und Leipzig beeinträchtigt.
Eine neue Machbarkeitsstudie schlägt 75 tägliche Zugverbindungen vor, mit einem 30-Minuten-Takt zur Hauptverkehrszeit. Die geschätzten Kosten von rund 531 Millionen Euro übersteigen jedoch das aktuelle Budget. Für die Elektrifizierung werden zusätzlich 149 Millionen Euro benötigt, die das Land über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) beschaffen will.
Der nördliche Abschnitt der Strecke wird auf etwa 1,32 Milliarden Euro veranschlagt, doch stehen bisher nur 500 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung. Sachsens Verkehrsministerin Regina Kraushaar wirbt um weitere Bundesförderung, um die Finanzierungslücke zu schließen. Die Elektrifizierung soll in ein separates Förderprogramm ausgegliedert werden, um das Verfahren zu beschleunigen.
Die Bauarbeiten werden sich über die 2030er-Jahre erstrecken, wobei Fahrgäste mit langanhaltenden Einschränkungen rechnen müssen. Die Strecke kann derzeit keine Fernverkehrszüge aufnehmen, was ihre Funktionalität begrenzt.
Nach Abschluss des Projekts sind jedoch erhebliche Verbesserungen für Pendler zu erwarten. Durch die Elektrifizierung und den Ausbau der Kapazitäten werden häufigere und zuverlässigere Verbindungen zwischen Leipzig und Chemnitz möglich. Die vollständige Umsetzung hängt jedoch davon ab, zusätzliche Mittel zu sichern und die jahrelangen Bauherausforderungen zu bewältigen.






