27 March 2026, 16:23

Sachsen plant neues Schulgesetz: Mehr Flexibilität gegen Schülerrückgang und Unterrichtsausfälle

Schulbeginn mit einem Schild, umgeben von Bäumen, Straßenmöbeln, Fahrzeugen und Gebäuden unter einem klaren blauen Himmel.

Sachsen plant neues Schulgesetz: Mehr Flexibilität gegen Schülerrückgang und Unterrichtsausfälle

Die Schülerzahlen in Sachsen steigen seit 2009 kontinuierlich an und erreichten im Schuljahr 2025/2026 etwa 419.200. Das entspricht einem Zuwachs von rund 1.700 im Vergleich zum Vorjahr. Prognosen deuten jedoch auf einen deutlichen Rückgang hin: Bis 2040/2041 könnte die Zahl um 20 Prozent sinken, wobei Grundschulen mit einem Minus von bis zu 25 Prozent am stärksten betroffen wären.

Nun hat Bildungsminister Conrad Clemens Pläne für ein neues Schulgesetz vorgestellt, das den Schulen mehr Flexibilität einräumen soll. Gleichzeitig räumte er Fehler in der bisherigen Bildungspolitik des Landes ein und versprach, diese zu korrigieren. Bei der Schilderung der aktuellen Herausforderungen verwies Clemens auf erhebliche Defizite in den Sprach- und Mathematikkenntnissen der Schüler. Zudem äußerte er Besorgnis über die nachlassende körperliche Fitness junger Menschen in Sachsen. Der Minister betonte, dass diese Probleme dringend angegangen werden müssten.

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Ein weiteres drängendes Problem ist die hohe Quote ausgefallener Unterrichtsstunden. Sowohl geplante als auch kurzfristige Ausfälle seien nach wie vor inakzeptabel häufig, so Clemens. Dennoch gebe es erste Anzeichen für Fortschritte, da die Zahl der ausgefallenen Stunden leicht zurückgegangen sei.

Der Minister gestand auch frühere Fehler ein, insbesondere die übermäßig starre Schließung von Schulen. Trotz des prognostizierten Schülerrückgangs versicherte er, dass die Landesregierung keine Schulschließungen plane. Stattdessen wolle die CDU-SPD-Koalition langjährige Ungleichheiten bei der Unterrichtszeit im Land beheben.

Clemens machte deutlich, dass das neue Schulgesetz vor allem auf mehr Flexibilität abzielt. Ziel sei es, die Fehler vergangener Politik zu vermeiden und sich gleichzeitig an veränderte Schülerstrukturen und Bildungsbedürfnisse anzupassen. Sachsens Bildungssystem steht vor einer doppelten Herausforderung: aktuell steigende Schülerzahlen und ein deutlicher Rückgang in der Zukunft. Mit dem neuen Gesetz will die Landesregierung die Flexibilität erhöhen und anhaltende Probleme wie Unterrichtsausfälle und Leistungsdefizite angehen. Clemens sicherte zu, Schulen offen zu halten und frühere Politikversäumnisse zu korrigieren, während sich das Land auf die bevorstehenden demografischen Veränderungen vorbereitet.

Quelle