08 June 2026, 14:24

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher bis 2028 schließen

Smartphone-Empfang via Satellit: Deutsche Anbieter wollen Totzonen auf unterschiedliche Weise füllen

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher bis 2028 schließen

Deutschlands größte Telekommunikationsunternehmen setzen auf Satelliten, um Lücken in der mobilen Netzabdeckung auf dem Land zu schließen. Neue Partnerschaften sollen dort Abhilfe schaffen, wo herkömmliche Netze an ihre Grenzen stoßen – und so selbst in abgelegenen Regionen für bessere Verbindung sorgen.

Der Schritt kommt zu einer Zeit, in der die Unternehmen verschiedene Technologien testen, um Mobilfunkgeräte zuverlässig online zu halten – sei es für den Alltag oder in Notfällen. O2 Telefónica arbeitet dafür mit dem europäischen Unternehmen OQ Technology zusammen, um satellitengestützte Mobilfunkdienste zu erproben. Die Tests sollen Anfang 2027 in Mecklenburg-Vorpommern beginnen, einer Region, die für schlechten Empfang bekannt ist. OQ Technology plant, sein Satellitennetz bis Ende desselben Jahres auf 48 Satelliten auszubauen und so alle 30 Minuten aktualisierte Abdeckung zu bieten.

Die Satelliten des Unternehmens, die für bidirektionale Kommunikation ausgelegt sind, starteten 2023 eine neue Generation. Smartphones, die den Dienst nutzen, könnten Geschwindigkeiten von ein bis zwei Megabit pro Sekunde erreichen. Anders als manche Konkurrenten betont OQ Technology seinen europäischen Standort und vermeidet so die Abhängigkeit von US-Regulierungen.

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Unterdessen hat Vodafone eine ähnliche Kooperation mit AST SpaceMobile gestartet, allerdings steht ein Starttermin in Deutschland noch aus. Auch die Deutsche Telekom beteiligt sich an der Initiative und arbeitet mit Starlink zusammen, um ab 2028 die Netzabdeckung zu verbessern. O2 hebt sich dabei durch die Nutzung standardisierter Mobilfunkfrequenzen hervor – bestehende Smartphones benötigen keine spezielle Hardware für die Verbindung.

Das Ziel ist klar: Satelliten sollen als Backup dienen, Funklöcher beseitigen und die Kommunikation auch in Krisensituationen aufrechterhalten. Die Telekomriesen setzen auf den Weltraum, um ein langjähriges Problem am Boden zu lösen. Satellitennetze werden bis 2028 zu einem zentralen Bestandteil der deutschen Mobilfunkinfrastruktur. Mehrere Anbieter werden dann Raumfahrt-basierte Abdeckung anbieten und so die Abhängigkeit von Bodentürmen verringern. Der Wandel verspricht zuverlässigere Verbindungen – vor allem in Gebieten, in denen der Empfang bisher unzuverlässig oder gar nicht vorhanden war.

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