SPD und DGB fordern verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
Harry JesselSPD und DGB fordern verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
Die Bundestagsfraktion der SPD unterstützt einen neuen Rentenreformvorschlag. Der Plan, der vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vorgelegt wurde, sieht eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge vor. Arbeitgeber sollen dem System zufolge ebenfalls Beiträge leisten.
Das Ziel der DGB-Initiative ist es, die Alterssicherung zu stärken, indem betriebliche Renten für alle Arbeitnehmer verpflichtend werden. Die SPD begrüßte den Vorstoß und betonte die Notwendigkeit einer besseren finanziellen Absicherung im Alter. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Dagmar Schmidt unterstrich dabei die Bedeutung der Arbeitgeberbeteiligung.
Schmidt bestand darauf, dass Unternehmen mindestens einen gleich hohen Anteil in die Rentenkasse einzahlen müssten. Ohne diese Regelung, so ihr Argument, hätten Beschäftigte kaum eine Chance, ausreichend Rücklagen für das Alter aufzubauen. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen um die Tragfähigkeit des aktuellen Rentensystems.
Die Unterstützung der SPD verleiht der DGB-Rentenreform politischen Rückenwind. Sollte das Modell umgesetzt werden, wären sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber verpflichtet, in die betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen. Der Vorschlag wird nun im Bundestag weiter beraten.






