24 June 2026, 14:16

Spritpreisbremse endet: Sachsen-Anhalts Energieminister verteidigt umstrittene Entscheidung

Ministerium für Energie Sachsen-Anhalts kritisiert Lebenshaltungskosten und fordert Entlastung vom Bund

Spritpreisbremse endet: Sachsen-Anhalts Energieminister verteidigt umstrittene Entscheidung

Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat die Entscheidung verteidigt, die vorübergehende Spritpreisbremse zu beenden. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kraftstoffpreise in Sachsen-Anhalt auf etwa 1,80 Euro pro Liter für Benzin und 1,70 Euro für Diesel gesunken sind. Gleichzeitig kritisierte er die Bundesregierung dafür, im Rahmen der jüngsten Krise nicht entschlossener gegen die Ölkonzerne vorgegangen zu sein.

Die Bundesregierung hatte den sogenannten Tankrabatt im Mai eingeführt. Damit wurden die Energiesteuern auf Benzin und Diesel für zwei Monate um 17 Cent pro Liter gesenkt. Die Maßnahme war eine Reaktion auf die stark gestiegenen Spritpreise, die durch die eskalierenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA ausgelöst worden waren.

Willingmann bestätigte, dass die Subvention wie geplant Ende Juni ausläuft. Eine Verlängerung sei nicht vorgesehen, da sich die Preise inzwischen stabilisiert hätten. Er betonte, die Regierung müsse sich nun auf andere Wege konzentrieren, um Haushalte zu entlasten, die mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpften.

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Der Minister begrüßte die geplanten Reformen bei der Einkommensteuer, die vor allem Gering- und Mittelverdiener entlasten sollen. Gleichzeitig forderte er die Bundesregierung auf, die Energiemärkte weiterhin genau zu beobachten. Zudem sprach er sich für strengere Regeln bei der Besteuerung übermäßiger Gewinne großer Ölkonzerne aus, um exzessive Profite in Krisenzeiten zu verhindern.

Die Spritpreisbremse wird wie vorgesehen endet. Willingmann unterstrich die Notwendigkeit einer fortlaufenden Marktbeobachtung sowie gezielter Unterstützung für besonders betroffene Bevölkerungsgruppen. Da die geopolitischen Spannungen weiterhin ungelöst seien, blieben die Energiepreise unter besonderer Beobachtung.

Quelle