Stögers Traumtor beendet Gladbachs Freistoß-Flaute nach drei Jahren
Hans-Theo BaumStögers Traumtor beendet Gladbachs Freistoß-Flaute nach drei Jahren
Kevin Stöger lieferte eine herausragende Leistung für Borussia Mönchengladbach beim 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli. Sein erstes Saisontor, ein brillanter Freistoß, beendete eine lange Durststrecke für den Mittelfeldspieler. Gleichzeitig war es der erste direkte Freistoßtreffer des Vereins seit über drei Jahren.
Stögers Saison hatte jedoch holprig begonnen: inkonsistente Leistungen und Passfehler prägten seine ersten Auftritte. Gerüchte über einen Wechsel im Winter machten die Runde, da er kaum noch einen Platz in der Startelf sichern konnte. Statt den Verein zu verlassen, entschied er sich jedoch für einen Neuanfang – sogar mit einem Rückzug aus den sozialen Medien, um sich voll auf den Fußball zu konzentrieren.
Sein Durchhaltevermögen zahlte sich am 26. Spieltag aus. In der 37. Minute trat er zu einem Freistoß aus 25 Metern an und schoss den Ball perfekt ins obere linke Eck. Der Treffer versetzte die Gegner in Staunen und begeisterte die Fans. Selbst FC-St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin lobte den Schuss als "absolut wunderschön".
Der Treffer war kein Zufall. Trotz einer wackeligen Trainingseinheit in der Vorwoche hatte Stöger gezielt mit einem Co-Trainer an Standardsituationen gearbeitet. Seine Disziplin, kombiniert mit der Unterstützung von Familie und Freunden, half ihm, sein Selbstvertrauen und seine Form zurückzugewinnen.
Bereits vor dem Spiel hatte er sich zurück in die Startelf gekämpft. Nun hat sein Tor die Zweifel zum Verstummen gebracht und Mönchengladbach im Kampf um die Saisonziele einen wichtigen Schub gegeben.
Stögers Freistoß war nicht nur sein erstes Saisontor, sondern auch der erste direkte Treffer aus einer Standardsituation für die Mannschaft seit Dezember 2020. Der Sieg hebt die Stimmung bei den Gladbachern, die nun mit neuem Schwung in die weiteren Spiele gehen. Seine Leistung beweist: Mit harter Arbeit und Fokus lässt sich selbst eine schwierige Saison noch wenden.