20 June 2026, 04:22

Streit um Dresdner CSD: War die Besucherzahl wirklich so hoch wie behauptet?

CSD Dresden: Video genutzt für Desinformation über Teilnehmerzahlen

Streit um Dresdner CSD: War die Besucherzahl wirklich so hoch wie behauptet?

Ein online geteiltes Video hat eine Debatte über die Besucherzahlen beim Dresdner Christopher Street Day (CSD) ausgelöst. Einige Nutzer in sozialen Medien behaupteten, die Veranstaltung habe 250.000 Menschen angezogen – eine Zahl, die von Behörden und lokalen Medien jedoch angezweifelt wird.

Das betreffende Video zeigt einen einzelnen Wagen mit einer kleinen Gruppe von Menschen, die am Abend des 5. Juni den Altmarkt betreten. Diese Aufnahme stellt nicht den Hauptumzug des CSD dar, der am 6. Juni zwischen 12 und 16 Uhr stattfand. Berichte von MDR und der Sächsischen Zeitung beschreiben die Hauptveranstaltung als gut besucht, mit Tausenden Teilnehmenden und zahlreichen Festwagen.

Der Dresdner CSD wurde vom Sächsischen Oberverwaltungsgericht als Versammlung eingestuft. Diese Entscheidung sicherte den Schutz der Veranstaltung durch das Versammlungsrecht. Kürzere Kundgebungen am 4. und 5. Juni waren erst nach einem Rechtsstreit mit der sächsischen Landesdirektion kurzfristig angemeldet worden.

Sowohl die Stadt Dresden als auch lokale Medien bestätigten, dass niemals eine offizielle Zahl von 250.000 Besuchenden genannt wurde. Auf der Website der Veranstaltung heißt es, dass seit 1994 etwa 260.000 Menschen an CSD-Demonstrationen teilgenommen haben, während das Straßenfest seit 2004 rund 310.000 Besucher verzeichnete.

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Das im Netz kursierende Video vermittelt ein falsches Bild vom Umfang des diesjährigen Dresdner CSD. Behörden und Medien haben klargestellt, dass der Hauptumzug deutlich mehr Teilnehmende hatte, als die kurze Aufnahme suggeriert. Die umstrittene Besucherzahl von 250.000 entbehrt jeder offiziellen Grundlage.

Quelle