07 June 2026, 18:21

SXSW London: Einreiseverbot für Redner entfacht Debatte über Meinungsfreiheit

Piers Morgan findet, SXSW London hätte mehr für Cenk Uygur tun können, nachdem er vom Eintritt in das Vereinigte Königreich ausgeschlossen wurde: 'Ich bin ein bisschen enttäuscht'

SXSW London: Einreiseverbot für Redner entfacht Debatte über Meinungsfreiheit

SXSW London startete am Samstag in Shoreditch mit einem sechstagigen Event, das noch bis zum 6. Juni läuft. Doch die Festivalmacher stehen plötzlich im Mittelpunkt einer Debatte über Meinungsfreiheit, nachdem zwei prominente Redner die Einreise nach Großbritannien verwehrt wurde. Der Moderator Piers Morgan nutzte seinen Auftritt am Donnerstag, um die Reaktion der Veranstalter scharf zu kritisieren.

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Am Montag hatte das britische Innenministerium den politischen Kommentatoren Cenk Uygur und Hasan Piker die Einreise verweigert. Uygur sollte nicht nur bei SXSW London sprechen, sondern auch eine separate Rede an der Universität Oxford halten. Die Entscheidung löste Empörung aus – Morgan argumentierte, das Verbot stehe im Zusammenhang mit Uygurs offener Kritik an der israelischen Regierung.

Am Donnerstag stieg Morgan auf der Bühne von SXSW London in die Auseinandersetzung ein und warf den Organisatoren vor, Uygurs Redefreiheit nicht ausreichend verteidigt zu haben. Zwar betonten diese ihre Unterstützung für freie Meinungsäußerung, doch der Moderator monierte, man habe zu lasch auf den staatlichen Eingriff reagiert. Er forderte eine klarere Haltung gegen das, was er als Übergriff der Regierung bezeichnete.

In seiner Rede griff Morgan zudem Prinz Harry und Meghan Markle an: Die beiden setzten sich zwar für strengere Datenschutzgesetze ein, veröffentlichten aber gleichzeitig Fotos ihrer Tochter im Netz. Der Moderator hielt ihnen vor, dass Prominente, die Privatsphäre einforderten, keine privaten Bilder teilen sollten. Gleichzeitig zeigte er mehr Verständnis für Stars, die die Privatsphäre ihrer Kinder konsequent schützten, statt sie selektiv preiszugeben.

Der Streit um die Einreiseverbote hat Teile der Premiere von SXSW London in der Hauptstadt überschattet. Uygur und Piker bleibt die Einreise weiterhin verwehrt, während Morgans Äußerungen die Diskussion weiter anheizen. Das Festival läuft noch bis Mittwoch – mit weiteren geplanten Debatten zu Meinungsfreiheit und Medien.

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