04 May 2026, 18:31

Tempo 50 für Feuersalamander: Niedersachsen bremst Autofahrer zum Artenschutz

Plakat mit drei Arten von Salamandern in einer Wasser- und Pflanzenumgebung mit Text unten.

Tempo 50 für Feuersalamander: Niedersachsen bremst Autofahrer zum Artenschutz

Tempo 50 für Amphibienschutz: Neue Geschwindigkeitsbegrenzung auf Landstraße in Niedersachsen

Auf einer Landstraße in Niedersachsen wird bald eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h eingeführt, um heimische Amphibien zu schützen. Die Regelung gilt für die L629 zwischen Erkerode und Tetzelstein im Elmwald. Die Behörden erhoffen sich von der Maßnahme einen besseren Schutz für bedrohte Arten, darunter den Feuersalamander, der durch den Straßenverkehr besonders gefährdet ist.

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Die Feuersalamander-Population im Elmwald ist landesweit von großer Bedeutung. Die auffälligen Amphibien mit ihren markanten schwarz-gelben oder orangefarbenen Mustern bevorzugen feuchte Wälder mit Bächen und Quellen. Tagsüber verstecken sie sich oft unter Totholz, Steinen oder in Felsspalten.

Ihre Fortpflanzungszeit erstreckt sich von Anfang März bis Mai, wobei die Larvenentwicklung bis September andauert. In dieser Phase halten sich viele Salamander in der Nähe der Straße auf, da ihre Lebensräume und Laichgewässer dicht an der Fahrbahn liegen. Die neue Tempobegrenzung, die von Mitte Mai bis Ende September gilt, soll die Zahl der Verkehrstoten verringern und die tödlichen Druckwellen minimieren, die durch schnell fahrende Fahrzeuge entstehen.

Neben den Gefahren durch den Verkehr sind Feuersalamander durch Lebensraumverlust und die Salamanderpest bedroht. Bei Gefahr sondern sie über die Haut ein Gift ab, das auch beim Menschen Hautreizungen auslösen kann – ein weiterer Grund, die Tiere nicht anzufassen. Von der Geschwindigkeitsreduzierung profitieren zudem andere Amphibien wie der Kammmolch und der Springfrosch, die entlang derselben Route wandern.

Die Tempobegrenzung auf der L629 bleibt bis Ende September bestehen. Ziel der Maßnahme ist es, die durch den Verkehr verursachten Todesfälle unter Feuersalamandern und anderen Amphibien zu verringern. Die Entscheidung steht im Einklang mit den umfassenderen Bemühungen, die einzigartige Tierwelt des Elmwalds zu erhalten.

Quelle