29 March 2026, 06:27

Tschechien boomt als Europas Auto- und Maschinenbau-Riese – doch EU-Regeln drohen den Erfolg zu bremsen

Balkendiagramm im Vergleich der wirtschaftlichen Wachstumsraten führender Länder im Jahr 2023, wobei die USA den höchsten Anstieg aufweisen, auf einem blauen Hintergrund mit begleitendem Text und einem Logo.

Tschechien boomt als Europas Auto- und Maschinenbau-Riese – doch EU-Regeln drohen den Erfolg zu bremsen

Die Tschechische Republik hat sich zu einer der führenden Industrienationen Europas entwickelt – insbesondere in den Bereichen Automobilbau und Maschinenbau. In den vergangenen 25 Jahren hat sich das Pro-Kopf-BIP nahezu vervierfacht und damit das Wachstum der Nachbarländer wie Deutschland und Österreich deutlich übertroffen. Doch der ehemalige Ministerpräsident Andrej Babiš warnt, dass überzogene EU-Vorschriften diesen Erfolg nun gefährden.

Seit dem Jahr 2000 haben sich die tschechische Automobil- und Maschinenbauindustrie rasant ausgeweitet. Direktinvestitionen internationaler Konzerne wie Volkswagen (Škoda), Toyota und Hyundai machten das Land zum größten Autoproduzenten pro Kopf in Europa. Über 90 Prozent der Fahrzeugproduktion werden exportiert – mit Wachstumsraten, die Deutschland und Polen übertreffen. Die Branche profitiert von der engen Verzahnung mit deutschen Herstellern, asiatischen Zulieferern und der Just-in-Time-Logistik aus der Slowakei, was Tschechien zu einem zentralen Glied in den europäischen Automobil-Wertschöpfungsketten macht.

Babiš kritisiert, dass die Klimapolitik der EU – etwa der Emissionshandel oder das geplante Verbrenner-Aus ab 2035 – die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie untergräbt. Er fordert eine grundlegende Reform dieser Regelungen, da sie europäische Hersteller im globalen Wettbewerb benachteiligten. Im Inland setzt er sich für Bürokratieabbau und den Wandel hin zu einer wertschöpfungsintensiveren Wirtschaft ein.

Die Stabilität des Landes gründet auf jahrelanger solider Haushaltspolitik, die das Vertrauen der Investoren stärkte. Doch Babiš sieht keinen Nutzen im Euro-Beitritt und besteht darauf, dass die tschechische Krone besser zur Wirtschaft des Landes passe.

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Tschechiens industrielle Stärke und sein Wirtschaftswachstum basieren auf tiefen Verflechtungen mit den EU-Lieferketten und ausländischen Investitionen. Babiš' Forderungen nach Deregulierung und Innovation zielen darauf ab, diese Position zu sichern. Seine Ablehnung des Euro und der Klimavorgaben spiegelt die breiteren Bedenken wider, im sich wandelnden globalen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

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