Über 100 Top-Unternehmer fordern von Merz radikalen Wirtschaftskurswechsel
Harry JesselÜber 100 Top-Unternehmer fordern von Merz radikalen Wirtschaftskurswechsel
Über 100 Unternehmer haben Bundeskanzler Friedrich Merz in einem offenen Brief zu einem Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik aufgefordert. Der Appell erfolgt kurz vor dem Koalitionsausschuss am 1. Juli. Unter den Unterzeichnern befinden sich Gründer großer Unternehmen wie Zalando, FlixBus und GetYourGuide.
Die von Verena Pausder, Vorsitzende des Bundesverbands Deutsche Startups, angeführte Initiative präsentierte ein Manifest mit dem Titel „Für eine neue Gründerzeit – jetzt“. Darin werden zehn zentrale Forderungen erhoben, darunter der Abbau bürokratischer Hürden für Start-ups und wachsende Unternehmen. Zudem fordern sie den Aufbau einer eigenständigen, heimischen KI-Infrastruktur sowie eine engere Verzahnung von Forschung, Fachkräften und Industrie.
Die Unternehmer plädieren für flexiblere Kündigungsschutzregeln bei gut verdienenden Angestellten. Zudem verlangen sie milliardenschwere staatliche Investitionen in Zukunftstechnologien und die Freigabe privater Gelder aus Pensionsfonds. Der Brief gewinnt zusätzliche Dringlichkeit durch eine aktuelle Entscheidung der USA, die dem KI-Unternehmen Anthropic verbietet, seine Software im Ausland anzubieten.
Verena Pausder forderte den Kanzler zu konkreten Schritten auf. Das Manifest setzt klare Erwartungen an die Beratungen des Koalitionsausschusses im Juli. Die Vorschläge zielen darauf ab, die wirtschaftliche und technologische Zukunft Deutschlands neu zu gestalten.






