USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – NATO und Bundeswehr reagieren
Hans-Theo BaumUSA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – NATO und Bundeswehr reagieren
Die USA haben Pläne bekannt gegeben, innerhalb des nächsten Jahres 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Diese Entscheidung folgt einer Überprüfung der US-Militärpräsenz in Europa durch das Pentagon. Deutsche Regierungsvertreter reagierten mit einer Mischung aus Vorbereitung und Kritik.
Durch den Truppenabzug verringert sich die Zahl der in Deutschland stationierten US-Soldaten von 38.000 auf 33.000. Die Verlegung soll in den kommenden 6 bis 12 Monaten erfolgen. Pentagon-Chef Pete Heesek hatte die Prüfung angeordnet, um die Erfordernisse der US-Streitkräfte in Europa zu bewerten.
Deutschland beherbergt derzeit wichtige US-Militärkommandos, darunter die Hauptquartiere des US-European Command und des US-Africa Command. Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, die Entscheidung komme nicht überraschend. NATO-Vertreter arbeiten nun mit den USA zusammen, um die Details des Abzugs final zu klären.
Unterdessen kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz den US-Kurs gegenüber dem Iran und warf Washington vor, es fehle an einer klaren „Exit-Strategie“. US-Präsident Donald Trump entgegnete, Merz solle sich stattdessen auf die Lösung des Russland-Ukraine-Konflikts konzentrieren.
Die deutsche Regierung kündigte zudem an, die Bundeswehr ausbauen zu wollen. Aktuell umfasst sie 185.000 Soldaten, doch das Ziel liegt bei 260.000. Kritiker fordern angesichts wachsender Sicherheitsbedenken jedoch eine noch stärkere Aufstockung.
Der Abzug der US-Truppen verringert die amerikanische Militärpräsenz in Deutschland um etwa 13 %. Die deutsche Führung passt ihre Verteidigungspolitik entsprechend an und plant eine deutliche Erhöhung des Bundeswehr-Personals. Der Schritt erfolgt, während NATO und US-Vertreter die nächsten Schritte in der europäischen Sicherheitsarchitektur abstimmen.






