Versteigerung des Quartier 206 in Berlin scheitert an zu niedrigen Geboten
Kreszentia SchachtVersteigerung des Quartier 206 in Berlin scheitert an zu niedrigen Geboten
Versteigerung des Quartier 206 in Berlin gescheitert – Höchstgebot deutlich unter Erwartungen
Die Versteigerung des Quartier 206, eines zentralen Teils der Berliner Friedrichstadt-Passage, ist geplatzt, nachdem das höchste Gebot weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Für das auf rund 187 Millionen Euro geschätzte Objekt gingen lediglich zwei Angebote ein – das höchste lag bei nur 40 Millionen Euro. Eine gerichtliche Entscheidung über den gescheiterten Verkauf wurde nun bis Freitag vertagt.
Die Auktion fand beim Amtsgericht Mitte statt, wo zwei Bieter mitspielten. Das höhere Angebot von 40 Millionen Euro wurde abgelehnt, da es die 50-Prozent-Marke des Marktwerts des Quartier 206 nicht erreichte. Daraufhin verweigerte das Gericht die Übertragung des Eigentums an den Bieter.
Das Quartier 206 liegt zwischen dem ehemaligen Galeries Lafayette und dem Quartier 205 und bildet das Herzstück der seit Langem kämpfenden Friedrichstadt-Passage. Große Teile des Komplexes stehen trotz der Toplage an der Friedrichstraße seit Jahren leer.
Die gerichtliche Entscheidung ist noch nicht endgültig: Beteiligte Parteien haben nun zwei Wochen Zeit, beim Landgericht Berlin Widerspruch einzulegen. Eine verbindliche Entscheidung wird für diesen Freitag erwartet und soll über das weitere Vorgehen für das Objekt bestimmen.
Da die Versteigerung für ungültig erklärt wurde, bleibt die Zukunft des Quartier 206 ungewiss. Die anstehende Gerichtsentscheidung wird klären, ob das Verkaufsverfahren neu aufgerollt oder alternative Lösungen gesucht werden. Das Ergebnis wird auch Auswirkungen auf die gesamte Friedrichstadt-Passage haben, die seit Langem mit Leerstand zu kämpfen hat.






