29 March 2026, 04:26

Volkswagen kämpft mit Einbruch in China und fallendem Aktienkurs

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Volkswagen kämpft mit Einbruch in China und fallendem Aktienkurs

Volkswagen steht vor großen Herausforderungen: Exporte nach China brechen ein, Aktienkurs rutscht ab

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Die Ausfuhren des Konzerns nach China sind auf 13,6 Milliarden Euro eingebrochen – weniger als die Hälfte des Werts von 2022. Gleichzeitig hat die Aktie seit Januar fast 19 Prozent verloren und schloss am Freitag bei 86,04 Euro.

Um gegenzusteuern, kürzt der Autobauer die Kosten, verstärkt die lokale Produktion und treibt die Entwicklung neuer Elektroauto-Technologien voran.

Die finanziellen Probleme von Volkswagen verschärfen sich, während der chinesische Markt schwächelt. Die Autoexporte in das Land haben sich seit 2022 halbiert – von über 30 Milliarden Euro auf nur noch 13,6 Milliarden. Investoren reagierten mit deutlichen Verkäufen: Der Aktienkurs ist in diesem Jahr um 18,8 Prozent gefallen.

Das Unternehmen setzt auf ein striktes Sparprogramm. Trotz der angespannten Lage erhalten die Mitarbeiter im Mai eine Prämie von 1.250 Euro, um die Motivation zu stärken. Gleichzeitig beschleunigt Volkswagen die Pläne, in wichtigen Absatzmärkten mehr Fahrzeuge vor Ort zu produzieren.

Technologischer Fortschritt bleibt zentral. Die neue zonale Fahrzeugarchitektur (SDV) des Konzerns hat anspruchsvolle Dauerlauftests bestanden. Dieses System steuert zentrale Funktionen wie Allradantrieb und Traktion und bildet die Grundlage für künftige Elektromodelle in westlichen Märkten.

Auch bei der urbanen Mobilität setzt Volkswagen auf Innovation: Der lenkradlose Gen.Urban-Prototyp wird derzeit im Realverkehr in Wolfsburg getestet. Gleichzeitig bringt Škoda – Teil der Volkswagen-Gruppe – im Herbst 2026 den kompakten Elektro-SUV Epiq auf den Markt.

Über die eigenen Entwicklungen hinaus hat Volkswagen stark in den US-Hersteller Rivian investiert. Eine Kapitalsprache von 5,8 Milliarden Dollar im Jahr 2021 half dem Start-up, sich vom Nischenanbieter zum Massenhersteller zu entwickeln. Rivians kommender R2-SUV, der unter 50.000 Dollar kosten soll, zielt auf 62.000 bis 67.000 Auslieferungen im Jahr 2026 ab. Die Partnerschaft umfasst auch Technologielizenzen, die Rivian als wichtigen Zulieferer positionieren. Dennoch stehen noch Hürden an: Skalierung der Produktion, Kostendruck und ein jüngster Jahresverlust von 2,19 Milliarden Dollar belasten das Unternehmen.

Volkswagens Strategie kombiniert Kostensenkungen, lokalisierte Produktion und neue Elektroauto-Technologien. Die SDV-Plattform und das Gen.Urban-Konzept unterstreichen den Vorstoß in die Mobilität der Zukunft. Angesichts sinkender Exporte und eines fallenden Aktienkurses werden die nächsten Schritte des Konzerns jedoch entscheidend sein.

Rivians Wachstum, gestützt durch Volkswagen-Kapital, verleiht den Elektroambitionen des Autobauers zusätzliche Dynamik. Doch beide Unternehmen müssen Produktionsherausforderungen und finanzielle Belastungen in einem sich wandelnden Markt meistern.

Quelle