22 May 2026, 22:31

VW schließt betriebliche Kita Freche Daxe – Braunschweig übernimmt Betreuungsplätze

Die Stadt übernimmt nun diesen Unternehmens-Kindergarten vollständig

VW schließt betriebliche Kita Freche Daxe – Braunschweig übernimmt Betreuungsplätze

Volkswagen Financial Services (VW FS) schließt betriebliche Kita Freche Daxe in Braunschweig

Die Volkswagen Financial Services (VW FS) werden ihre hauseigene Kindertagesstätte Freche Daxe in Braunschweig schließen. Der Beschluss folgt auf einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach betrieblichen Betreuungsplätzen durch Mitarbeiter. Dennoch bleibt die Stadt verpflichtet, den gesetzlichen Anspruch auf einen Kita-Platz für alle Familien zu gewährleisten.

Seit 2008 hatte VW FS die Einrichtung Freche Daxe vollständig finanziert und der Stadt Braunschweig damit schätzungsweise 14,7 Millionen Euro erspart. Da jedoch immer weniger Beschäftigte das Angebot nutzen, wird das Unternehmen die Kita nun schließen. Ab August übernimmt die Stadt sieben der zehn bisher von VW FS betriebenen Kindergartengruppen.

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Die Übernahme wird die Stadt jährlich rund 1,15 Millionen Euro kosten. Im Gegenzug zahlt VW FS etwa 475.000 Euro pro Jahr, um 55 Plätze exklusiv für Kinder seiner Mitarbeiter zu reservieren. Dieser Schritt könnte zudem weitere finanzielle Entlastung bringen, da die Stadt teure Neubaupläne für eine Kita im Stadtteil Wenden-West möglicherweise streichen kann.

Eine ursprünglich geplante Einrichtung in Wenden-West könnte nun komplett entfallen. Durch die veränderte Nachfrage entfällt für die Stadt der Druck, die Betreuungsinfrastruktur auszubauen. Dennoch müssen die Verantwortlichen sicherstellen, dass der gesetzliche Anspruch auf einen Kita-Platz für alle berechtigten Familien erfüllt wird.

Die Schließung der Freche Daxe markiert einen deutlichen Wandel in der Braunschweiger Kinderbetreuung. Die Stadt übernimmt den Großteil der bestehenden Gruppen, sichert aber weiterhin reservierte Plätze für VW-Mitarbeiter. Durch mögliche Einsparungen bei gestrichenen Bauvorhaben könnte sich die finanzielle Belastung langfristig ausgleichen.

Quelle