10 May 2026, 06:23

Windpark in Ostprignitz-Ruppin: NABU stoppt Bau wegen seltener Tierarten

Waldlandschaft mit einer Gruppe von Vögeln, die über Bäume, Pflanzen, Gras und Häuser fliegen, mit Text unten.

Windpark in Ostprignitz-Ruppin: NABU stoppt Bau wegen seltener Tierarten

Pläne für einen neuen Windpark in der Nähe von Zootzen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin stoßen auf massiven Widerstand. Die Naturschutzorganisation NABU hat rechtliche Schritte eingeleitet und warnt, dass die Windräder seltene Vogel- und Fledermausarten gefährden. Im Mittelpunkt des Streits steht die mögliche Schädigung geschützter Arten in der Wittstocker Ruppiner Heide.

Das Landesamt für Umwelt hatte bereits im März grünes Licht für elf Windkraftanlagen in Wittstock/Dosse gegeben. Doch der NABU argumentiert, dass der Standort die Tierwelt bedroht. Nur 700 Meter vom geplanten Windpark entfernt nisten Seeadler, während die Heide selbst ein lebenswichtiger Lebensraum für die gefährdeten Abendsegler-Fledermäuse ist.

Der NABU hat nun einen Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingereicht. Die am 20. April eingereichte Klage fordert einen Baustopp. Zudem verlangt die Organisation die Umsiedlung eines Mäusebussard-Nestes, das genau an der Stelle liegt, an der die Kräne für die Windräder aufgestellt werden sollen.

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Die Naturschützer warnen, dass Kollisionen mit den Rotorblättern für Vögel und Fledermäuse tödlich enden könnten. Ohne Eingreifen, so ihre Befürchtung, könnte der Windpark den lokalen Tierbeständen irreparable Schäden zufügen.

Nun muss das Gericht entscheiden, ob das Projekt während der Prüfung des Falls ausgesetzt wird. Sollte der NABU Erfolg haben, könnte sich der Bau verzögern oder sogar ganz gestoppt werden. Das Urteil wird über die Zukunft des Windparks und der geschützten Arten in der Region entscheiden.

Quelle