Aldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof – und konzentriert sich auf Supermärkte
Harry JesselAldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof – und konzentriert sich auf Supermärkte
Aldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof an die Gustav-Zech-Stiftung
Die Supermarktkette Aldi Süd hat sich darauf verständigt, ihr Fünf-Sterne-Hotel Öschberghof an die Gustav-Zech-Stiftung zu veräußern. Die Entscheidung fällt im Rahmen einer Neuausrichtung des Unternehmens auf sein Kerngeschäft im Einzelhandel. Das seit den 1970er-Jahren im Besitz von Aldi Süd stehende Haus wird vorerst unter der bisherigen Führung weiterbetrieben.
Fast ein halbes Jahrhundert gehörte der Öschberghof zum Portfolio des Discounters. Allein im Jahr 2024 erwirtschaftete das Luxushotel einen Umsatz von 30,7 Millionen Euro. Trotz der positiven Bilanz trennt sich das Unternehmen nun im Zuge umfassender Restrukturierungs- und Sparmaßnahmen von dem Objekt.
Die künftige Eigentümerin, die Gustav-Zech-Stiftung, bringt umfangreiche Erfahrung in der Hotellerie mit. Laut Vereinbarung bleibt der Betrieb des Hotels unverändert – Michael Artner führt das Haus weiterhin als Geschäftsführer. Allerdings steht der Verkauf noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe.
Aldi Süd begründet den Schritt mit der Konzentration auf das Kerngeschäft der Supermärkte. Weitere Veräußerungen von Unternehmensvermögen wurden zwar nicht angekündigt, doch betont das Unternehmen, künftig noch stärker auf Effizienz im Einzelhandel zu setzen.
Für Gäste und Mitarbeiter ändert sich mit dem Eigentümerwechsel vorerst nichts: Der Öschberghof bleibt unter neuer Trägerschaft geöffnet, und es gibt keine unmittelbaren Änderungen bei Dienstleistungen oder Führung. Der Verkauf markiert für Aldi Süd eine strategische Weichenstellung hin zu einer strafferen Ausrichtung der Geschäftsprioritäten.






