Augsburgs Oberbürgermeister-Stichwahl fand in einem Bierzelt statt
Kreszentia SchachtKein Platz im Ausstellungssaal - Wahlhelfer ziehen ins Festzelt - Augsburgs Oberbürgermeister-Stichwahl fand in einem Bierzelt statt
Augsburgs Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt nahm im April 2024 eine ungewöhnliche Wendung. Da kein Standard-Veranstaltungsort verfügbar war, zählten Wahlhelfer die Briefwahlstimmen in einem Bierzelte aus. Die Entscheidung fiel, nachdem die ursprünglich vorgesehene Messehalle bereits für eine andere Veranstaltung gebucht war.
Die Wahl folgte auf die erste Runde im März, in der Amtsinhaberin Eva Weber (CSU) mit 34,0 Prozent der Stimmen führte. Ihr Herausforderer, Florian Freund von der SPD, erreichte 19,9 Prozent – eine Stichwahl war damit unvermeidlich. Doch die Stadt stand vor einem logistischen Problem: Der übliche Zählort, die Messehalle, war für die zweite Runde nicht verfügbar.
Da zeitgleich das Ostervolksfest stattfand, waren dessen Bierzelte bereits aufgebaut. Die Stadtverwaltung reservierte kurzerhand eines davon, um die Briefwahlstimmen auszuwerten. Der ungewöhnliche Ort ermöglichte es, die Auszählung ohne Verzögerung durchzuführen.
Die Ergebnisse des Duells zwischen Weber und Freund stehen noch aus, da die offiziellen Zahlen der Stichwahl noch nicht vorliegen. Die Bierzelte-Lösung, wenn auch nur provisorisch, sicherte den reibungslosen Ablauf des Wahlverfahrens. Ob künftige Wahlen ähnliche Improvisationen erfordern, blieb die Stadtverwaltung bislang schuldig.






