Telekom erhöht Preise für DSL, MultiSIM und PlusCard – ohne Mehrleistung für Kunden
Hans-Theo BaumTelekom erhöht Preise für DSL, MultiSIM und PlusCard – ohne Mehrleistung für Kunden
Die Telekom hat Preiserhöhungen für mehrere ihrer Dienstleistungen angekündigt – besonders betroffen sind langjährige Kunden. Ältere DSL-Tarife werden um 2 Euro pro Monat teurer, während Nutzer von MultiSIM und PlusCard noch stärkere Anpassungen hinnehmen müssen. Die Änderungen traten Anfang 2023 in Kraft, ohne dass die Betroffenen zusätzliche Leistungen erhalten.
Seit dem 4. Februar 2023 sind die Kosten für zusätzliche PlusCards gestiegen. Die erste Karte bleibt bei 19,95 Euro, doch jede weitere kostet nun 14,95 Euro statt bisher 9,95 Euro. Kunden, die ihre bestehenden PlusCards behalten, bleiben von der Erhöhung verschont – es sei denn, sie passen ihren Tarif an.
Ab dem 1. April 2023 stieg der Preis für bezahlte MultiSIM-Karten von 4,95 Euro auf 6,95 Euro pro Monat. Wer die maximale Anzahl an MultiSIMs nutzt, muss mit bis zu 14 Euro mehr pro Monat rechnen. Geschäftskunden sind von dieser Erhöhung jedoch ausgenommen.
Auch DSL-Kunden mit Verträgen, die vor April 2023 abgeschlossen wurden, zahlen künftig 2 Euro mehr im Monat. Anders als bei neueren Verträgen gibt es hier keine Geschwindigkeitssteigerungen oder Zusatzleistungen. Besonders spürbar wird die Preisanpassung für Haushalte mit mehreren Geräten oder Familientarifen, da die Erhöhungen gleichzeitig auf alle Dienstleistungen zutreffen.
Unterdessen bieten Konkurrenten wie O2, 1&1 und Congstar flexiblere Optionen an. Ihre DSL-Tarife umfassen oft monatliche Kündigungsmöglichkeiten, Rabatte im ersten Jahr oder Cashback-Aktionen. In Gebieten ohne DSL-Ausbau stehen LTE-Heimtarife von Vodafone, O2, Congstar und Freenet als Alternative bereit. Günstige Mobilfunktarife wie Allnet-Flats mit 25 GB für unter 5 Euro oder 5 GB für unter 3,50 Euro gibt es etwa bei Anbietern wie Handyhelden und BIGSIM.
Die Preisanpassungen führen für viele Telekom-Kunden zu höheren monatlichen Belastungen – vor allem für diejenigen mit älteren Verträgen. Da keine zusätzlichen Vorteile geboten werden, könnten einige zu Mitbewerbern wechseln, die Rabatte, Cashback oder flexiblere Konditionen anbieten. Die Änderungen zeigen eine strategische Neuausrichtung der Preispolitik und zwingen langjährige Kunden, ihre Optionen zu überprüfen.






