22 April 2026, 06:43

Berlin gründet Gesellschaft zur Rettung maroder Universitätsgebäude für 8 Milliarden Euro

Schwarzes und weißes Foto eines Universitätsgebäudes mit Rundbogenfenstern und einer Tür, mit Text unten.

Berlin gründet Gesellschaft zur Rettung maroder Universitätsgebäude für 8 Milliarden Euro

Der Berliner Senat hat Pläne zur Gründung eines neuen Unternehmens gebilligt, das sich ausschließlich der Sanierung der maroden Universitätsgebäude in der Stadt widmen soll. Mit diesem Schritt soll die Instandsetzung der elf landeseigenen Hochschulen beschleunigt werden, von denen viele in veralteten Gebäuden untergebracht sind, die dringend renovierungsbedürftig sind. Nach Schätzungen der Behörden könnten die Gesamtkosten für die Sanierungen in den kommenden Jahrzehnten bis zu 8 Milliarden Euro betragen.

Die neu gegründete Berliner Hochschulbaugesellschaft (BHG) wird künftig alle größeren Bau- und Instandhaltungsprojekte für die Hochschulimmobilien steuern. Aktuell nutzen die Einrichtungen rund 450 landeseigene Gebäude mit einer Gesamtfläche von 1,2 Millionen Quadratmetern – viele davon benötigen eine grundlegende Modernisierung. Im Landesentwicklungsplan sind 389 Projekte aufgeführt, wobei sich 240 direkt mit dem Sanierungsstau befassen.

Finanziert werden soll das Vorhaben durch Kredite und Mieteinnahmen, da die Hochschulen ihre Gebäude von der BHG anmieten werden. Der Senat hat zugesagt, jährlich rund 300 Millionen Euro an Mietzahlungen zu leisten. Langfristig sind zwischen 220 Millionen und 300 Millionen Euro pro Jahr für Investitionen von 2032 bis 2046 vorgesehen. Berlins Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) betonte, die BHG werde helfen, den Sanierungsstau systematisch abzubauen – selbst bei knappen Haushalten – und so die Zukunftsfähigkeit der Hochschulen sichern.

Die Hochschulen erhalten eine direkte Mitspracherecht in der BHG und werden im Aufsichtsrat vertreten sein. Die Hochschulleitungen hatten auf verbindliche Mitbestimmungsrechte gedrängt, um ihre Interessen in die Entscheidungsprozesse einzubringen. Das Gesetz zur Gründung der BHG tritt in Kraft, sobald das Abgeordnetenhaus zugestimmt hat; die Abstimmung wird vor der Sommerpause erwartet.

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Die BHG wird die Planung zentral unter einer Behörde bündeln und damit das bisher zersplitterte System ersetzen. Die jährlichen Investitionen und Mieteinnahmen sollen die Sanierungen finanzieren, während die Einbindung der Hochschulen dafür sorgen soll, dass die Projekte an den akademischen Bedürfnissen ausgerichtet bleiben. Bei einer Zustimmung könnte das neue Unternehmen noch in diesem Jahr mit der Arbeit beginnen.

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