Berliner Koalition zofft sich um U7-Verlängerung in Spandau vor der Wahl
Kreszentia SchachtBerliner Koalition zofft sich um U7-Verlängerung in Spandau vor der Wahl
In der Berliner Koalition ist ein Streit über die Pläne für den öffentlichen Nahverkehr ausgebrochen. SPD-Fraktionschef Raed Saleh lehnt die Vorschläge von Verkehrssenatorin Ute Bonde (parteilos) vehement ab – insbesondere die Entscheidung gegen die Verlängerung der U-Bahn-Linie U7 in Spandau. Die Auseinandersetzung droht sich vor der anstehenden Wahl weiter zuzuspitzen.
Im Mittelpunkt des Konflikts steht die geplante Verlängerung der U7 in Spandau. Eine Kosten-Nutzen-Analyse rät davon ab, die Linie über die Station Spandau Rathaus hinaus zu verlängern. Dennoch hat Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) die Tür für weitere Gespräche über das Projekt offen gelassen.
Verkehrssenatorin Ute Bonde betonte, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei. Sie verwies auf die hohe finanzielle Belastung durch U-Bahn-Bauten und forderte weitere Untersuchungen, bevor das Projekt vorangetrieben wird. Doch ihr zurückhaltender Kurs hat die Spannungen nicht entschärft.
Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD, argumentiert, dass die Streichung der U7-Verlängerung benachteiligte Bewohner in Spandau unzumutbar belaste. Er hat Wegner offiziell über seinen Widerstand informiert und angekündigt, dass seine Fraktion den aktuellen Verkehrsplan ablehnen werde. Die Frage droht nun zu einem zentralen Zankapfel innerhalb der Koalition zu werden.
Die Zukunft der U7-Verlängerung bleibt ungewiss: Obwohl die Analyse dagegen spricht, zeigt sich Wegner weiter gesprächsbereit. Salehs Weigerung, den Verkehrsplan zu unterstützen, erhöht den Druck auf die Koalition. Finanzielle Zwänge und politische Gräben werden die endgültige Entscheidung über die Berliner U-Bahn-Zukunft prägen.






