14 April 2026, 12:27

Biogasbranche steht vor radikaler Wende: Flexibilität statt Grundlast

Liniengraph, der die Trends der elektrischen Energieerzeugung aus Biomasse von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Biogasbranche steht vor radikaler Wende: Flexibilität statt Grundlast

Thomas Karle, Präsident des Fachverbandes Biogas, hat die dringend notwendigen Veränderungen in der Biogasbranche skizziert. Die Umgestaltung bezeichnet er als seine größte Herausforderung bisher. Dabei geht es darum, die Rolle von Biogas im deutschen Energiemix neu zu definieren – neben Wind- und Solarenergie.

Karle kritisiert, dass das aktuelle Biogassystem veraltet sei. Statt wie bisher eine stetige Grundlast bereitzustellen, müsse die Branche flexibler werden und sich zu speicherfähigen Kraftwerken weiterentwickeln. Nur so könne Biogas die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien besser ausgleichen.

Die Transformation erfordert zudem ein Umdenken bei den Betreibern und strukturelle Anpassungen in der Landwirtschaft. Karle betont, dass Biogas nicht länger nur als eine weitere Energiequelle betrachtet werden dürfe, sondern als wertvoller Rohstoff für die Industrie, als Kraftstoff oder für die Wärmeversorgung.

Doch es gibt noch Hürden. Karle verweist auf die laufenden Ausschreibungen, die die Branche weiterhin vor Probleme stellen. Auch das anstehende Biomasse-Paket der Bundesregierung bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich – hier sei Fingerspitzengefühl gefragt, um die Zukunft der Branche zu sichern.

Ziel der geplanten Reformen ist es, Biogas zu einem zentralen Baustein der deutschen Energiewende zu machen. Ob dies gelingt, hängt davon ab, regulatorische Hindernisse zu überwinden und die Infrastruktur anzupassen. Karles Vision sieht Biogas nicht mehr als klassische Stromquelle, sondern als flexiblen, hochwertigen Energieträger.

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