BS Energy steigt aus der Steinkohle aus und senkt Fernwärmepreise ab 2026
Hans-Theo BaumBS Energy steigt aus der Steinkohle aus und senkt Fernwärmepreise ab 2026
BS Energy macht großen Schritt weg von fossilen Brennstoffen
BS Energy hat im April 2024 einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Abkehr von fossilen Energieträgern erreicht: Das Unternehmen hat die Nutzung von Steinkohle eingestellt. Mittlerweile stammen fast 35 Prozent der Fernwärme aus erneuerbaren Energien. Gleichzeitig setzt das Unternehmen einen langfristigen Plan um, um seine Wärmeversorgung an die verschärften Klimavorgaben anzupassen.
Neue Vorschriften und sinkende Kosten werden bald auch für die Kunden spürbare Veränderungen mit sich bringen. Ab April 2026 sinken die Preise für Fernwärme – sowohl für Haushalte als auch für größere Gebäude.
Hintergrund der Maßnahme sind nationale und regionale Klimaziele, die eine sauberere Wärmeversorgung vorantreiben. Nach dem Bundesgesetz zur Wärmeplanung und Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) müssen Fernwärmenetze bis 2030 mindestens 30 Prozent ihrer Energie aus erneuerbaren Quellen oder unvermeidbarer Abwärme beziehen. Bis 2040 steigt dieser Anteil auf 80 Prozent. Das Niedersächsische Klimaschutzgesetz (NKlimaG) geht noch weiter: Es fordert, dass die Netze bis zum selben Jahr vollständig mit erneuerbaren Energien oder Abwärme betrieben werden.
BS Energy erarbeitet nun konkrete Schritte, um diese Vorgaben zu erfüllen. Der Transformationsplan des Unternehmens legt technische und wirtschaftliche Maßnahmen für die kommenden Jahre fest. Gleichzeitig senkt das Unternehmen die Kosten für seine Kunden. Ab dem 1. April 2026 sinken die Preise für BS Fernwärme Klassik um etwa 2 Prozent, während die Tarife für BS Fernwärme Plus um rund 4 Prozent reduziert werden.
Die Anpassungen basieren auf halbjährlichen Überprüfungen der Entwicklungen auf dem Energiemarkt. Ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 12.000 kWh im Tarif BS Fernwärme Klassik spart dadurch etwa 47 Euro pro Jahr. Bei größeren Gebäuden, wie einem sechs- bis achtparteienhaus mit 75.000 kWh im Tarif BS Fernwärme Plus, belaufen sich die jährlichen Ersparnisse auf rund 357 Euro.
Die Preissenkungen sind sowohl auf regulatorische Änderungen als auch auf die Fortschritte von BS Energy beim Kohleausstieg zurückzuführen. Da erneuerbare Energien bereits ein Drittel der Fernwärme decken, rückt das Unternehmen näher an die Ziele für 2030 und 2040 heran. Die Kunden profitieren unterdessen von sinkenden Kosten, während die Energiewende voranschreitet.






