Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse
Hans-Theo BaumBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse
Der Deutsche Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Gesundheitsbereich beschleunigen soll. Die Regelung richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen und soll bürokratische Hürden im Anerkennungsverfahren abbauen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte den Gesetzentwurf vorgelegt, der am Donnerstag mit breiter Mehrheit angenommen wurde.
Im Mittelpunkt des Gesetzes stehen die Vereinfachung, Vereinheitlichung und Digitalisierung der Anerkennung beruflicher Qualifikationen. Ministerin Warken betonte, dass der Abbau von Bürokratie ausländischen Fachkräften im Gesundheitswesen den Einstieg in das deutsche System erleichtern werde. Nach den neuen Bestimmungen können die Bundesländer zudem die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits vor Abschluss ihrer Berufsausbildung prüfen.
Der Entwurf erhielt Unterstützung von der Regierungskoalition sowie den Grünen. Die rechtspopulistische AfD lehnte das Vorhaben ab, während die Linke sich der Stimme enthielt. Trotz der Zustimmung im Bundestag bedarf das Gesetz noch der Billigung durch den Bundesrat, bevor es in Kraft treten kann.
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, treten die Änderungen am 1. November 2026 in Kraft. Ziel der Neuregelung ist es, qualifizierten Gesundheitsfachkräften aus dem Ausland den Berufseinstieg in Deutschland zu erleichtern. Durch die Digitalisierung und Standardisierung der Verfahren erwartet die Bundesregierung kürzere Bearbeitungszeiten. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Bundesrat, die Umsetzung ist für Ende 2026 geplant.






