17 March 2026, 00:26

Deutsche Bank investiert 150 Millionen Dollar in afrikanische Handelsfinanzierung

Logo der Berlin Finance Initiative: ein blauer Kreis mit einer weißen Umrandung und einem weißen 'B' in der Mitte, umgeben von einem weißen Ring mit einem blau-weißen Karomuster, auf einem weißen Hintergrund mit fetter schwarzer Schrift, die 'Berlin Finance Initiative' lautet.

Deutsche Bank investiert 150 Millionen Dollar in afrikanische Handelsfinanzierung

Deutsche Bank startet 150-Millionen-Dollar-Programm für Handelsfinanzierung in unterversorgten afrikanischen Märkten

Die Deutsche Bank hat ein neues Handelsfinanzierungsprogramm in Höhe von 150 Millionen US-Dollar für unterversorgte afrikanische Märkte aufgelegt. Die Initiative, die gemeinsam mit der British International Investment (BII) entwickelt wurde, soll eine kritische Finanzierungslücke für Unternehmen in Ländern wie Sambia, Äthiopien und Ruanda schließen. Sie kommt zu einer Zeit, in der viele internationale Banken in den letzten Jahren ihre Aktivitäten auf dem Kontinent zurückgefahren haben.

Das Programm stellt kurzfristige Handelsfinanzierungen über lokale Partnerinstitute bereit. Die BII übernimmt dabei eine finanzielle Absicherung, um die Risiken für die Deutsche Bank in Märkten mit begrenztem Kapitalzugang zu verringern. Dies markiert die erste formelle Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen.

Die Maßnahme zielt auf das erhebliche Defizit bei der Handelsfinanzierung in Afrika ab. Die Afrikanische Entwicklungsbank schätzt die jährliche Finanzierungslücke auf rund 100 Milliarden US-Dollar, wobei kleinere Volkswirtschaften vor den größten Herausforderungen stehen. In den letzten fünf Jahren haben mindestens 15 große Banken – darunter Standard Chartered, Barclays, Société Générale und Citigroup – ihre Geschäfte in Nigeria, Ghana, Kenia und Westafrika reduziert oder ganz eingestellt.

Unterdessen hat die Deutsche Bank Gerald Podobnik zum neuen Co-Leiter ihres globalen Firmenkundengeschäfts ernannt. Er folgt auf Ole Matthiessen in dieser Position. Die Aktie der Bank notiert derzeit bei 25,80 Euro – etwa 14 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

Das neue Programm richtet sich an Unternehmen, die in aufstrebenden afrikanischen Märkten Schwierigkeiten haben, Handelsfinanzierungen zu erhalten. Durch die Risikoteilung mit der BII will die Deutsche Bank den Zugang zu Kapital in Regionen ausbauen, aus denen sich internationale Banken zurückgezogen haben. Besonders im Fokus stehen Länder, in denen die Finanzierungsengpässe am größten sind.

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