17 April 2026, 12:26

Deutsche setzen auf Gesundheitsangebote im Einzelhandel – Drogerien als neue Anlaufstellen

Alte Postkarte mit einer Briefmarke, an ein Krankenhaus in Leipzig, Deutschland, adressiert, mit Text und postalischen Markierungen.

Deutsche setzen auf Gesundheitsangebote im Einzelhandel – Drogerien als neue Anlaufstellen

Eine neue Umfrage von Deloitte zeigt, dass viele Deutsche offen für die Nutzung von Gesundheitsdienstleistungen im Einzelhandel sind. Rund 60 Prozent der Befragten könnten sich vorstellen, für bestimmte medizinische Bedürfnisse Geschäfte aufzusuchen. Die Ergebnisse verdeutlichen zudem eine weit verbreitete Unzufriedenheit mit dem aktuellen Gesundheitssystem.

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Laut der Studie sind 33 Prozent der Deutschen unzufrieden mit der einfachen Erreichbarkeit medizinischer Versorgung. Besonders lange Wartezeiten auf Termine wurden als Hauptkritikpunkt genannt. Diese Unzufriedenheit führt zu einem wachsenden Interesse an alternativen Angeboten.

Drogeriemärkte kristallisierten sich als bevorzugter Standort für gesundheitsbezogene Dienstleistungen im Einzelhandel heraus – 39 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus. Mehr als die Hälfte der Interessierten gab an, sie würden ihr Stammgeschäft wechseln, wenn dieses medizinische Leistungen anbieten würde. Zudem besteht Nachfrage nach einem erweiterten Sortiment in der Nähe solcher Services, etwa nach Nahrungsergänzungsmitteln und medizinischen Hilfsmitteln.

Doch nicht alle sind überzeugt: Fast die Hälfte derer, die Einzelhandels-Gesundheitsangebote ablehnen, äußerten Bedenken hinsichtlich der Servicequalität. Der Erfolg solcher Dienstleistungen wird maßgeblich davon abhängen, wie professionell sie auf die Kunden wirken.

Die Ergebnisse deuten auf einen möglichen Wandel hin, wie Menschen Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen. Einzelhändler könnten eine größere Rolle spielen, indem sie mit traditionellen Anbietern zusammenarbeiten, um die öffentlichen Gesundheitsdienste zu verbessern. Doch damit dies gelingt, wird es entscheidend sein, hohe Versorgungsstandards zu gewährleisten.

Quelle