DUH fordert Tempolimits statt autofreier Sonntage für Milliarden Spritersparnis
Kreszentia SchachtDUH fordert Tempolimits statt autofreier Sonntage für Milliarden Spritersparnis
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat neue Vorschläge vorgelegt, um den Kraftstoffverbrauch in ganz Deutschland zu senken. Statt autofreier Sonntage setzt sich die Organisation für bundesweite Tempolimits auf Autobahnen und Landstraßen ein. Diese Maßnahmen könnten ihrer Ansicht nach jährlich Milliarden Liter Sprit einsparen – und das ohne hohe Kosten oder lange Verzögerungen.
Die DUH schlägt vor, auf Autobahnen ein Tempolimit von 100 km/h und auf Landstraßen von 80 km/h einzuführen. Nach ihren Berechnungen ließe sich der jährliche Verbrauch von Benzin und Diesel dadurch um bis zu 4,7 Milliarden Liter reduzieren. Die Organisation argumentiert, dass solche Geschwindigkeitsbegrenzungen schnell umsetzbar wären, ohne bürokratischen Aufwand oder langwierige Diskussionen über Ausnahmen.
Ein autofreier Sonntag, so die DUH, habe zwar Symbolkraft, bringe in der Praxis aber kaum Kraftstoffeinsparungen. Die Organisation räumt ein, dass eine solche Aktion die starke Abhängigkeit des Alltags vom Straßenverkehr ins Bewusstsein rücken könnte. Gleichzeitig böte sie den Menschen ungewöhnliche Gelegenheiten, öffentliche Räume ohne die sonstige Dominanz des Autos zu nutzen.
Dennoch betont die DUH, dass dauerhafte Tempolimits weitaus größere Vorteile böten. Im Gegensatz zu temporären Maßnahmen würden sie langfristig Sprit sparen und Emissionen verringern, ohne den Alltag zu beeinträchtigen. Die Vorschläge zielen auf praktische, sofort wirksame Lösungen ab – nicht auf symbolische Gesten. Würden die Tempolimits eingeführt, ließe sich der Kraftstoffverbrauch deutlich senken, und das ohne aufwendige Infrastrukturänderungen. Nun liegt der Plan der DUH bei Politik und Öffentlichkeit zur Prüfung vor.






