EnviaM friert Gaspreise für Bestandskunden trotz Nahost-Krise ein
EnviaM kündigt an, dass Bestandskunden trotz gestiegener Marktpreise im Zuge der Nahost-Krise keine höheren Gaspreise zahlen müssen. Der Energieversorger, der rund 1,1 Millionen Haushalte und Unternehmen beliefert, schützt seine Kunden damit vor den jüngsten Preiserhöhungen, die Neuverträge betreffen.
Das Unternehmen gab zudem Pläne für umfangreiche Investitionen im Jahr 2025 bekannt, die sich auf etwa 600 Millionen Euro belaufen sollen. Hintergrund ist die wachsende Nachfrage nach Energie und digitaler Infrastruktur in seinem Versorgungsgebiet.
Seit Beginn des Nahost-Konflikts sind die Gaspreise für Neukunden von EnviaM um etwa 20 Prozent gestiegen. Diese Tarife liegen weiterhin 10 bis 15 Prozent über denen, die Bestandskunden zahlen. Um plötzliche Preissprünge zu vermeiden, sichert sich das Unternehmen seine Gaslieferungen bis zu drei Jahre im Voraus.
Im Jahr 2025 verkaufte EnviaM deutlich mehr Gas (8.450 GWh) als im Vorjahr, während der Stromabsatz auf 6.717 GWh sank. Mittlerweile stammt über die Hälfte (59 Prozent) des gelieferten Stroms aus erneuerbaren Energien, darunter Wasserkraft, Wind- und Solarenergie.
Eine starke Nachfrage treibt die Expansion in der Region voran. Zwei große Rechenzentren von Amazon und der Schwarz Gruppe befinden sich bereits im Bau, Verhandlungen für vier weitere Standorte laufen. Zudem bearbeitet das Netzteam von EnviaM täglich über 100 Anfragen für neue Anschlussleistungen – ein Trend, den das Unternehmen als „Anschluss-Boom“ bezeichnet.
Die 600 Millionen Euro Investitionen sollen EnviaM helfen, den steigenden Energiebedarf zu decken und das digitale Wachstum zu unterstützen. Bestandskunden profitieren weiterhin von stabilen Gaspreisen, während die Marktvolatilität Neuverträge belastet. Gleichzeitig prägen der Ausbau erneuerbarer Energien und die wachsende Infrastruktur-Nachfrage die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens.






