"Es reicht!": Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt und fordert strengere Gesetze
Gabi KranzDemonstration in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt - "Es reicht!": Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt und fordert strengere Gesetze
"Es reicht!"-Protest in Hamburg: Demonstration für besseren Schutz vor sexualisierter Gewalt
Am kommenden Donnerstag, den 26. März, findet um 17:30 Uhr auf dem Rathausmarkt in Hamburg eine Kundgebung unter dem Motto "Es reicht!" statt. Die Demonstration fordert strengere Schutzmaßnahmen für Betroffene sexualisierter Gewalt sowie härtere Konsequenzen für Täter:innen. Anlass sind aktuelle Medienberichte über solche Fälle und eine zunehmende öffentliche Debatte über digitale Gewalt.
Die Proteste stehen im Zusammenhang mit den bundesweit bekannt gewordenen Fällen sexualisierter Gewalt, die in deutschen Medien thematisiert wurden. Die Organisator:innen wollen zudem Solidarität mit den Betroffenen zeigen – ähnlich wie bei einer vergleichbaren Veranstaltung in Berlin. Die SPD-Politikerin Annika Urbanski führt die Demonstration an, unterstützt wird sie von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer.
Die Kundgebung fällt zusammen mit einer landesweiten Diskussion über digitale Gewalt, die durch Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, ausgelöst wurde. Fernandes wirft Ulmen vor, ohne ihr Einverständnis Deepfake-Pornografie erstellt und verbreitet zu haben. Der Skandal hat das Thema auf die politische Agenda gebracht.
Als Reaktion kündigte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig an, die nicht einvernehmliche Erstellung KI-generierter Pornografie unter Strafe zu stellen. Der Gesetzentwurf orientiert sich an Vorbildern aus Spanien, Australien und Großbritannien. Unterdessen hat Ulmens Anwalt, Christian Schertz, rechtliche Schritte gegen die Medienberichterstattung angedroht und diese als "weitgehend unzulässige Verdachtsberichterstattung" bezeichnet.
Die Demonstration wird konkrete gesetzliche Änderungen fordern, um Betroffene besser zu schützen und Täter:innen zur Verantwortung zu ziehen. Angesichts der öffentlichen Empörung über prominente Fälle wächst der Druck auf die Politik, sowohl physische als auch digitale Formen sexualisierter Gewalt strengere zu ahnden. Die geplante Gesetzesinitiative der Regierung könnte ein erster Schritt sein, um diesen Forderungen nachzukommen.






