Frankfurts Bici-Bus bringt Kinder sicher mit dem Fahrrad zur Schule
Hans-Theo BaumRadfahren zur Schule - ein weiterer 'Bici-Bus' für Frankfurt - Frankfurts Bici-Bus bringt Kinder sicher mit dem Fahrrad zur Schule
Ein neues Konzept für sicheres Radfahren zur Schule kommt in Frankfurt an
Unter dem Namen Bici-Bus – eine Idee, die ursprünglich aus Barcelona stammt – gewinnt das Projekt nun auch in Hessen an Fahrt. Die Initiative unterstützt Kinder dabei, Verkehrskompetenz zu erwerben und im Straßenverkehr an Selbstvertrauen zu gewinnen.
Das Prinzip ist einfach: Die Kinder radeln in einer geschützten Gruppe, umgeben von erwachsenen Begleitpersonen. Diese Formation sorgt dafür, dass sie in der Mitte sicher sind, während Freiwillige den Tross von außen führen. Anders als bei klassischen Radfahrkursen gibt es keine Altersbeschränkung – sogar Vorschulkinder können mitmachen.
Aktuell gibt es in Frankfurt drei aktive Bici-Bus-Strecken, eine vierte in Bornheim ist in Planung. Besonders wertvoll ist das Angebot angesichts des Mangels an sicheren Übungsflächen in der Stadt. Bereits im vergangenen Jahr fuhren ähnliche Gruppen in anderen Teilen Hessens, und viele werden im Frühjahr wieder starten.
Während Schulen oft raten, mit dem offiziellen Radfahrführerschein bis zur vierten Klasse zu warten, ermöglichen die Bici-Busse jüngeren Kindern, früher motorische Fähigkeiten und ein Bewusstsein für den Straßenverkehr zu entwickeln. Darüber hinaus stärken die gemeinsamen Fahrten den Zusammenhalt unter den Familien.
Bundesweit steckt das Bici-Bus-Modell noch in den Kinderschuhen – keine andere deutsche Stadt testet das Konzept bisher. Frankfurt bleibt damit vorerst eine der wenigen Städte, in denen Kinder an diesen organisierten Fahrten teilnehmen können. Langfristig soll die Initiative das Radfahren für junge Schülerinnen und Schüler sicherer und zugänglicher machen.






