Friedrichstraße wird autofrei – doch die Pläne für Berlins neue Fußgängerzone polarisieren
Kreszentia SchachtFriedrichstraße wird autofrei – doch die Pläne für Berlins neue Fußgängerzone polarisieren
Friedrichstraße in Berlin-Mitte ist seit Montag offiziell zur Fußgängerzone erklärt worden. Doch die Diskussionen über ihre künftige Gestaltung bleiben umstritten. Das Büro CKSA hat ehrgeizige Pläne vorgelegt, um das Areal in einen eleganten, autofreien Raum zu verwandeln, der nahtlos an den Gendarmenmarkt angebunden wird.
Das CKSA-Büro schwebt ein Redesign vor, das den stilvollen Charakter des Gendarmenmarkts widerspiegelt. Der Entwurf sieht eine Natursteinpflasterung, große Einzelbäume sowie Kunstinstallationen vor, um der Straße ein besonderes Flair zu verleihen. Zudem könnten Wasserspiele integriert werden, um den öffentlichen Raum noch einladender zu gestalten.
Laut Plan soll die Friedrichstraße vollständig autofrei werden und stattdessen fahrradfreundlich ausgebaut sein. Auch die Querstraßen zwischen der Friedrichstraße und dem Gendarmenmarkt würden für den Verkehr gesperrt und in erweiterte Aufenthaltsbereiche umgewandelt. Ziel ist es, private und öffentliche Flächen harmonisch zu verbinden und so ein einheitliches Viertel zu schaffen.
Im November 2022 hatte eine Umfrage die Meinungen der Berlinerinnen und Berliner zum Pilotprojekt und zur Zukunft der Straße eingeholt. Die damalige Verkehrssenatorin Bettina Jarasch wollte einen Architekturwettbewerb zur endgültigen Gestaltung ausloben. Doch die weitere Ausrichtung des Projekts bleibt ungewiss, da die Debatten anhalten.
Die Vorschläge von CKSA zielen darauf ab, eine nahtlose Verbindung zwischen der Friedrichstraße und dem Gendarmenmarkt herzustellen. Sollte das Konzept umgesetzt werden, würden Autos und Fahrräder verschwinden, während Fußgänger und die öffentliche Nutzung im Mittelpunkt stünden. Die endgültige Entscheidung hängt von weiteren Beratungen und politischen Weichenstellungen ab.






