22 March 2026, 06:27

Hunderte Apotheken in MV schließen für bundesweiten Protesttag

Gruppe von Menschen mit Schildern und Plakaten vor einem Gebäude bei einer Demonstration in Deutschland, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer auf der rechten Seite.

80 Prozent der MV Apotheken am Montag geschlossen - Hunderte Apotheken in MV schließen für bundesweiten Protesttag

Hunderte Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern schließen am Montag im Rahmen eines bundesweiten Protests

Hunderte Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern (MV) werden an diesem Montag ihre Türen schließen – als Teil einer bundesweiten Protestaktion. Der Streik ist die Folge jahrelanger stagnierender Erstattungssätze, die viele Apothekeninhaber angesichts steigender Kosten in Existenznot bringen. Notdienste bleiben jedoch von den Schließungen unberührt.

Der Protest kommt nach über einem Jahrzehnt ohne Anpassung der Apothekengebühren, die seit 2013 eingefroren sind. Angesichts von Inflation und wachsenden Betriebskosten argumentieren Apotheker, dass die aktuellen Erstattungssätze ihre Ausgaben nicht mehr decken. Der Apothekerverband MV schätzt, dass mehr als 80 Prozent der nicht-notdiensthabenden Apotheken in der Region – insgesamt rund 350 – an der Aktion teilnehmen werden.

Die Apotheker rufen Patienten dazu auf, nicht dringende Besuche auf Dienstag zu verschieben. Die Notdienstapotheken, die im Rotationssystem arbeiten, bleiben wie gewohnt geöffnet. Gleichzeitig werden mehrere hundert Menschen aus MV an einer größeren Demonstration in Berlin teilnehmen, wo die Protestierenden von der Regierungskoalition sofortiges Handeln fordern.

Zu den zentralen Forderungen gehören eine pauschale Erhöhung der Festbeträge pro Medikament, bessere Bezahlung für Nacht- und Notdienste sowie ein Vergütungssystem, das regionale Unterschiede berücksichtigt. Der Verband betont, dass Apotheken als dezentrale Arzneimittelreserve Deutschlands eine unverzichtbare Rolle spielen – faire Vergütung sei daher überlebenswichtig.

Die eintägige Schließung unterstreicht die finanzielle Belastung der Apotheken nach Jahren ohne Gebührenanpassungen. Zwar bleiben die Notdienste aufrechterhalten, doch der Protest macht die Dringlichkeit der Forderungen nach Reformen deutlich. Nun wartet die Branche darauf, ob die Politik auf ihre Appelle reagieren wird.

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