17 April 2026, 06:29

IHK Halle-Dessau fordert vor Landtagswahl 2026 radikale Wirtschaftswende für Sachsen-Anhalt

Eine Deutschlandkarte mit Bundesländern in rot und blau, um die Ergebnisse der Wahl 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und weiterer Einzelheiten zum Wahltermin.

IHK Halle-Dessau fordert vor Landtagswahl 2026 radikale Wirtschaftswende für Sachsen-Anhalt

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor den Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt ihre wirtschaftspolitischen Prioritäten für das Bundesland vorgelegt. Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung analysierte die Organisation die drängendsten Herausforderungen, vor denen sowohl die Region als auch Deutschland insgesamt stehen. Ein neues Positionspapier wurde verabschiedet, um konkrete Veränderungen vor der Wahl voranzutreiben.

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Im Mittelpunkt der Versammlung standen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes. IHK-Präsident Sascha Gläßer verwies auf die anhaltende Stagnation und nannte hohe Energiekosten, steigende Lohnnebenkosten, hohe Steuerlasten sowie bürokratische Hürden als zentrale Wachstumshemmnisse. Zwar erkenne die Bundespolitik den Reformbedarf an, doch kritisierte Gläßer die zögerliche Umsetzung von Entlastungsmaßnahmen.

In den neu beschlossenen "Wirtschaftspolitischen Forderungen für Sachsen-Anhalt 2026" formuliert die IHK konkrete Handlungsaufforderungen in sieben Bereichen: Arbeitsmarktpolitik, Bildung, Innovation, Außenhandel, Bürokratieabbau, Energie sowie Infrastruktur. Ziel ist es, mit Fachwissen und praxistauglichen Lösungen die wirtschaftliche Debatte vor der nächsten Wahl mitzugestalten.

Positiv hob die Vollversammlung die Erfolge der regionalen IHK-Kampagne hervor. Die Bemühungen, die wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts zu präsentieren und den Ruf des Landes als Wirtschaftsstandort zu verbessern, stoßen auf ermutigendes Feedback. Dennoch warnte Gläßer: Ohne greifbare Reformen werde die Wettbewerbsfähigkeit des Landes weiter sinken.

Das Positionspapier der IHK setzt nun klare Erwartungen an die Landesregierung. Mit Blick auf die Wahl 2026 fordern Unternehmen Maßnahmen, die Kosten senken, Vorschriften vereinfachen und Investitionen fördern. Die Kammer wird zudem ihre Kampagne zur Stärkung des wirtschaftlichen Potenzials der Region fortsetzen.

Quelle