15 May 2026, 08:30

KNDS plant Übernahme von Mercedes- und VW-Werken für Rüstungsproduktion

Militärisches Personalfahrzeug mit montierter großer Kanone, das auf einer Straße neben einem Wald fährt, mit Pflanzen unten und Bäumen im Hintergrund.

KNDS plant Übernahme von Mercedes- und VW-Werken für Rüstungsproduktion

Rüstungskonzern KNDS prüft Ausbau der Produktionskapazitäten in Deutschland

Der Rüstungs- und Verteidigungskonzern KNDS lotet Pläne zur Erweiterung seiner Fertigungskapazitäten in Deutschland aus. Wie aus Kreisen des Unternehmens verlautet, führt KNDS Gespräche über die Übernahme des Mercedes-Benz-Werks in Ludwigsfelde, wo die Produktion der Sprinter-Transporter bis 2030 nach Polen verlagert werden soll. Zudem laufen Verhandlungen über das Volkswagen-Werk in Osnabrück, während sich KNDS auf steigende Aufträge für militärische Fahrzeuge vorbereitet.

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KNDS hat die laufenden Verhandlungen zur Übernahme des Standorts Ludwigsfelde bestätigt, der derzeit noch von Mercedes-Benz genutzt wird. Der Automobilhersteller plant, die Fertigung der Sprinter-Modelle ab etwa 2030 nach Jawor in Polen zu verlegen. Sollte der Deal zustande kommen, würde KNDS am Standort Ludwigsfelde militärische Fahrzeuge produzieren, während Mercedes die Transporter-Montage vorerst fortsetzt.

Darüber hinaus prüft das Unternehmen den Kauf des Volkswagen-Werks in Osnabrück. Rheinmetall hatte zuvor Interesse an dem Standort bekundet, sich später jedoch zurückgezogen. Eine endgültige Entscheidung über beide Standorte – Ludwigsfelde und Osnabrück – steht noch aus.

Unterdessen hat KNDS die Produktion seiner gepanzerten Boxer-Fahrzeuge am Standort München bereits hochgefahren. Mittlerweile werden dort bis zu zehn Einheiten pro Monat gefertigt. Die Bundeswehr könnte in naher Zukunft bis zu 3.000 weitere Fahrzeuge ordern. Um die wachsende Nachfrage zu bedienen, plant KNDS, in den kommenden Jahren rund eine Milliarde Euro in den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten zu investieren.

Die möglichen Übernahmen würden die Produktionskapazitäten von KNDS für militärische Fahrzeuge deutlich erhöhen. Mit der geplanten Verlagerung von Mercedes-Benz und der Prüfung des Volkswagen-Standorts strebt das Unternehmen eine Stärkung seiner Position in der deutschen Rüstungsindustrie an. Eine endgültige Entscheidung über das Werk in Ludwigsfelde steht noch aus.

Quelle