Kriminalität in Vorpommern-Greifswald 2025: Weniger Gewalt, mehr Diebstahl und Betrug
Harry JesselKriminalität in Vorpommern-Greifswald 2025: Weniger Gewalt, mehr Diebstahl und Betrug
Kriminalitätsentwicklung in Vorpommern-Greifswald zeigt 2025 gemischtes Bild
Im Jahr 2025 präsentierte sich die Kriminalitätsstatistik für den Landkreis Vorpommern-Greifswald mit Licht und Schatten. Zwar ging die Gesamtzahl der Straftaten leicht zurück, doch in einigen Bereichen wie Sexualdelikten, Fahrraddiebstählen und Betrugsfällen waren deutliche Anstiege zu verzeichnen. Gleichzeitig sanken die schweren Gewaltverbrechen gegen das Leben drastisch, während die Aufklärungsquote bei schweren Delikten weiterhin hoch blieb.
Insgesamt registrierte der Landkreis 16.355 Straftaten – ein Rückgang um 2,2 % im Vergleich zu 16.729 Fällen im Vorjahr. Trotz dieses allgemeinen Rückgangs verschärften sich einige Problembereiche: Sexualstraftaten stiegen um 14,4 % auf 389 Fälle. Auch Fahrraddiebstähle nahmen stark zu – um 22,2 % von 1.013 auf 1.238 Fälle –, was dem landesweiten Abwärtstrend widerspricht.
Diebstahlsdelikte insgesamt erhöhten sich um 5,4 % auf 4.578 Fälle (2024: 4.342). Wohnungseinbrüche stiegen um 6,1 % von 132 auf 140. Betrugsfälle legten um 9,8 % zu und erreichten 965 registrierte Vorfälle.
Positiv entwickelte sich die Zahl der schweren Gewaltverbrechen gegen das Leben wie Mord und Totschlag: Sie sank um 62,5 % auf nur noch sechs Fälle (2024: 16). Die Aufklärungsquote in diesem Bereich lag bei 100 %. Die Gesamtzahl der Gewaltdelikte blieb jedoch mit 2.592 Fällen unverändert.
Die Aufklärungsquote des Landkreises blieb mit 64,4 % nahezu stabil – 10.525 Fälle wurden 2025 aufgeklärt.
Die Zahlen für 2025 zeigen in Vorpommern-Greifswald sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen: Zwar gingen schwere Gewaltverbrechen deutlich zurück und die Aufklärungsquote blieb solide, doch die Zunahme bei Sexualdelikten, Betrug und Diebstählen erfordert weitere Aufmerksamkeit. Der allgemeine Rückgang der Kriminalität steht dabei im Kontrast zu den spezifischen Anstiegen in einzelnen Deliktbereichen.






