20 March 2026, 20:40

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD kämpft um Macht nach 33 Jahren

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einer Couch mit Text.

Schweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD kämpft um Macht nach 33 Jahren

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Kopf-an-Kopf-Rennen mit ungewissem Ausgang

In Rheinland-Pfalz steuert die Landtagswahl auf ein knappen Finale zu, wobei die SPD nach 33 Jahren an der Macht um ihren Machterhalt kämpft. Aktuelle Umfragen sehen die CDU knapp vorn, doch SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer gibt sich siegesgewiss. Im Wahlkampf wurde wiederholt über mögliche Koalitionen diskutiert – Schweitzer schließt eine Zusammenarbeit mit der CDU nicht aus, besteht aber darauf, die Regierung weiterhin zu führen.

Seit 1991 stellt die SPD mit Rudolf Scharping, Kurt Beck, Malu Dreyer und nun Schweitzer, der 2026 das Amt übernahm, den Ministerpräsidenten des Landes. Zuvor regierte die CDU von 1946 bis 1991, unter anderem mit Peter Altmeier und Helmut Kohl an der Spitze. Die SPD sicherte sich ihre Mehrheit meist durch Bündnisse mit den Grünen oder der FDP, selbst nach Rückschlägen bei den Wahlen 2006 und 2016.

Beim Abschlusswahlkampf der SPD in Landau erhielt Schweitzer Rückendeckung von den früheren Ministerpräsidenten Dreyer, Beck und Scharping. Zwar lehnt er eine Juniorpartnerschaft in einer CDU-geführten Regierung ab, lässt aber die Option einer Großen Koalition offen – allerdings nur unter seiner Führung. Mit einem Vergleich aus seiner Kindheit auf einem Binnenschiff beschrieb er sich als "Kapitän, nicht als Passagier" und signalisierte damit seinen Anspruch, weiter an der Spitze zu stehen.

Trotz des leichten Umfragevorsprungs der CDU verwies Schweitzer auf frühere knappe Wahlergebnisse in der Region und betonte, der Ausgang bleibe offen. Sein Wahlkampf konzentriert sich darauf, die SPD an der Regierung zu halten – notfalls durch Verhandlungen mit der CDU nach der Wahl.

Das Ergebnis wird entscheiden, ob die SPD ihre jahrzehntelange Regierungszeit verlängert oder die CDU nach Jahrzehnten in die Verantwortung zurückkehrt. Schweitzers Haltung zu Koalitionen lässt Raum für Sondierungsgespräche nach der Wahl, doch seine Forderung nach der Regierungsführung setzt klare Bedingungen. Die Wahl könnte die politische Landschaft Rheinland-Pfalz' für Jahre prägen.

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