02 April 2026, 12:32

Leerstehende Büros werden zu Tausenden neuen Wohnungen umgewandelt

Schwarzes und weißes Foto des Präfektur-Municipal-Office in San Francisco, Kalifornien, mit einem Gebäude mit Fenstern, Türen, Säulen, Treppen, Geländern, Pflanzen, Bäumen und einem Himmel-Hintergrund.

Leerstehende Büros werden zu Tausenden neuen Wohnungen umgewandelt

Bundesprogramm soll leerstehende Büros in Tausende neue Wohnungen verwandeln

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Ein neues Bundesprogramm zielt darauf ab, leerstehende Bürogebäude in Deutschland in Zehntausende neue Wohnungen umzuwandeln. Ab Sommer 2026 wird das Förderprogramm finanzielle Anreize für Investoren bieten, die ungenutzte Gewerbeimmobilien in Wohnraum umbauen. Nach Schätzungen von Behörden könnten allein in den sieben größten Städten des Landes bis zu 60.000 Wohnungen entstehen.

Das unter dem Namen "Gewerbe zu Wohnen" laufende Programm sieht Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro umgewandelter Wohneinheit vor. Investoren können maximal 300.000 Euro pro Unternehmen erhalten – ohne Rückzahlungsverpflichtung. Voraussetzung ist, dass die Sanierungen den Energiestandard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllen und damit klimafreundlich modernisiert werden.

Ein erstes bestätigtes Projekt läuft bereits in München: Im Rahmen des "Ten Towers"-Vorhabens werden leerstehende Büroräume in Wohnungen umgewandelt. Dennoch bleiben Herausforderungen. Viele Umbauten erfordern kostspielige Anpassungen, da Bürogrundrisse oft über keine ausreichende Belüftung, Sanitärinstallationen oder natürliche Beleuchtung für Wohnzwecke verfügen. Die in den letzten Jahren gestiegenen Baukosten haben zudem einige Projekte für Investoren finanziell riskant gemacht.

Weitere Hürden sind strengere Vorschriften für denkmalgeschützte Gebäude sowie die Notwendigkeit von Vorab-Förderungen, um die hohen Anfangsinvestitionen auszugleichen. Trotz dieser Hindernisse gehen erste Prognosen von rund 11.000 zusätzlichen Wohnungen in Städten wie Berlin, Köln, Frankfurt und München aus. Langfristig soll das Programm Leerstände verringern und gleichzeitig den nachhaltigen Wohnungsbestand erhöhen.

Die Initiative setzt an zwei zentralen Problemen an: dem Mangel an städtischem Wohnraum und der wachsenden Zahl ungenutzter Büroflächen. Durch direkte Zuschüsse hofft die Regierung, private Investitionen in Umbauten zu fördern, die moderne Energiestandards erfüllen. Bei Erfolg könnte das Programm bis 2026 ganze Stadtteile in Deutschlands Metropolen prägen.

Quelle