Mario Basler attackiert Nagelsmann und DFB – und zieht radikale Konsequenzen
Harry JesselMario Basler attackiert Nagelsmann und DFB – und zieht radikale Konsequenzen
Ehemaliger Nationalspieler Mario Basler übt scharfe Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann und dem DFB
Der frühere deutsche Nationalspieler Mario Basler hat mit einer deutlichen Attacke auf Bundestrainer Julian Nagelsmann und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf sich aufmerksam gemacht. Seine Äußerungen fallen kurz vor der anstehenden Weltmeisterschaft, bei der er dem Team nur geringe Erfolgschancen einräumt. Als Zeichen des Protests hat Basler zudem seine finanzielle Unterstützung für den DFB eingestellt und seine Mitgliedschaft in der UEFA-Pro-Lizenz gekündigt.
Besonders kritisch äußerte sich Basler zu Nagelsmanns Kadernominierungen, die er als "rätselhaft" bezeichnete. Im Fokus stehen dabei Antonio Rüdiger, der wiederholt durch disziplinarische Vorfälle auffiel, sowie Leroy Sané, der aktuell für Galatasaray in der türkischen zweiten Liga spielt. Obwohl Sané in der Champions-League-Saison 2025/26 eine aktive Rolle einnahm – unter anderem in den K.-o.-Play-offs gegen Juventus und im Achtelfinale – zweifelt Basler seinen Platz in der Nationalmannschaft an.
Der Ex-Mittelfeldspieler ging noch einen Schritt weiter und spekulierte, Nagelsmann könnte nach der WM zurücktreten. Seine Frustration beschränkt sich jedoch nicht auf Personalentscheidungen – vielmehr hat er das Vertrauen in die Ausrichtung des DFB verloren. Mit dem Rückzug aus der UEFA-Pro-Lizenz hat Basler klar Stellung bezogen: Er will eine Organisation, die er als schlecht geführt ansieht, nicht länger finanziell unterstützen.
Sanés jüngste Vereinsleistungen umfassen zwar wichtige Spiele, etwa die dramatische 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen Juventus im März 2026. Dennoch bleibt Basler skeptisch und stellt die aktuelle Wirkung des Flügelspielers ungünstig seinem Bayern-München-Zeitalter gegenüber – etwa dem 6:2-Champions-League-Sieg über Salzburg 2020, bei dem Sané selbst traf.
Baslers Kritik unterstreicht eine wachsende Unzufriedenheit mit der Führung des deutschen Fußballs. Sein Rückzug als Förderer und die öffentlichen Zweifel an Nagelsmanns Zukunft deuten auf tiefere Spannungen im Sport hin. Die WM wird nun nicht nur zur Bewährungsprobe für die Mannschaft, sondern auch für den Umgang des DFB mit innerverbandlicher Kritik.






