Nationaler Krippentag: Wie eine mittelalterliche Tradition bis heute strahlt
Gabi KranzNationaler Krippentag: Wie eine mittelalterliche Tradition bis heute strahlt
Nationaler Krippentag: Ein Fest mit jahrhundertealter Tradition
Jährlich wird am 7. Dezember der Nationale Krippentag begangen. Der Feiertag würdigt eine Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht, und ehrt die künstlerische und kulturelle Geschichte der Weihnachtskrippe. Initiator des Gedenktags ist Sven Giese, der Schöpfer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt".
Die frühesten Darstellungen der Geburt Jesu waren schlicht: Sie zeigten lediglich das Jesuskind, einen Ochsen und einen Esel. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Tradition weiter, und im späten 16. Jahrhundert entstanden in Italien die ersten aufwendigeren Krippenszenen. Bis zum frühen 17. Jahrhundert hatten sich diese Darstellungen bis nach Bayern ausgebreitet, wo Kirchen sie in ihre Weihnachtsfeiern integrierten.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kamen weitere Figuren hinzu – Hirten, Engel und die Heiligen Drei Könige. Doch die Säkularisation im Jahr 1802 führte zu einem vorübergehenden Verbot von Krippendarstellungen in Kirchen. Um das Handwerk zu bewahren, gründeten sich Krippenbauvereine, die dafür sorgten, dass die Tradition fortbestand.
Im späten 19. Jahrhundert brachte die Industrialisierung einen weiteren Wandel: Durch die Massenproduktion wurden Krippenfiguren erschwinglicher, sodass sich auch weniger begüterte Familien eigene Krippensätze leisten konnten. Die Tradition verbreitete sich so über Kirchen und wohlhabende Haushalte hinaus in die breite Bevölkerung.
Heute steht der Nationale Krippentag für die religiöse und kulturelle Bedeutung der Weihnachtskrippe. Der Feiertag erinnert daran, wie sich eine jahrhundertealte Tradition von einfachen Anfängen zu den detailreichen Darstellungen entwickelt hat, die heute weltweit zu sehen sind. Gleichzeitig würdigt er all jene, die das Handwerk durch wechselvolle Zeiten bewahrt haben.






