11 April 2026, 06:24

Neuauszählung in Wiesbaden ändert Stadtrats-Sitzverteilung dramatisch

Liniendiagramm, das die Anzahl der in der 2012-Wahl gewählten Räte zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Neuauszählung in Wiesbaden ändert Stadtrats-Sitzverteilung dramatisch

Neuauszählung der Wiesbadener Kommunalwahl verändert Zusammensetzung des Stadtrats

Eine erneute Auszählung der Stimmen bei der Wiesbadener Kommunalwahl hat die Sitzverteilung im Stadtrat verändert. Bei der Überprüfung wurden die Mandatszahlen angepasst: Eine Partei zieht neu in den Rat ein, während eine andere einen Sitz verliert. Zudem deckten die Wahlhelfer Fehler bei der Handhabung einiger Stimmzettel auf.

Die Neuauszählung ergab, dass zahlreiche Stimmen fälschlicherweise als ungültig gewertet worden waren. Wähler hatten zwar zwei Parteilisten angekreuzt, zusätzlich aber auch Einzelstimmen für Kandidaten abgegeben – eine Kombination, die eigentlich zulässig gewesen wäre. Dadurch verschob sich die endgültige Sitzverteilung.

Die CDU kommt nun auf 21 Sitze (zuvor 22). Der CDU-Kandidat Martin Woitschell wird damit nicht in den Stadtrat einziehen. Gleichzeitig zieht Lukas Haker von Die Partei neu ein und sichert seiner Partei eines ihrer beiden Mandate.

Die weiteren Änderungen im Überblick: Die AfD hält 10 Sitze, die SPD 18, die Grünen 12, die FDP 4, die Linke 6 und Volt 4. Kleinere Parteien – Pro Auto, Partei für Gerechtigkeit, BSW, FWG, PdF und Freie Wähler – stellen jeweils einen Abgeordneten. Die BLW geht leer aus.

Unabhängig davon könnte im Stadtteil Nordost eine Wiederholungswahl für einen Briefwahlbezirk anstehen. Als Grund nannten die Behörden "erhebliche, ungelöste Unregelmäßigkeiten".

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Mit der Neuauszählung steht die endgültige Zusammensetzung des Stadtrats fest: 70 Sitze verteilen sich nun auf 14 Parteien. Die markantesten Veränderungen sind der Sitzverlust der CDU und der Zugewinn von Die Partei. Über eine mögliche Wiederholungswahl im Stadtteil Nordost wird noch entschieden.

Quelle