24 March 2026, 06:31

Neue Energieeffizienzklassen: Deutschland führt A-bis-G-System für Gebäude ein

Tortendiagramm, das den globalen Verbrauch erneuerbarer Energien im Jahr 2008 zeigt, aufgeschlüsselt nach Quellen wie fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasser, Heißwasser, Heizung, Biomasse, Solar, Geothermie und Biokraftstoffe.

Neue Energieeffizienzklassen: Deutschland führt A-bis-G-System für Gebäude ein

Deutschland reformiert seine Energieeffizienzklassen für Gebäude, um sie an die verschärften EU-Vorgaben anzupassen. Ab Mai 2026 löst eine neue Skala von A bis G das bisherige System von A+ bis H ab – mit strengeren Standards für die Energieeffizienz. Die Änderungen sind Teil der überarbeiteten EU-Gebäuderichtlinie (EPBD), die bis 2030 einen emissionsfreien Gebäudebestand anstrebt.

Die neue Einstufung reserviert die Klasse A ausschließlich für Gebäude mit Null-Emissionen – eine deutlich strengere Anforderung als die bisherige A+-Bewertung. Die Klasse G hingegen umfasst die 15 % der ineffizientesten Immobilien im deutschen Gebäudebestand. Gebäude in dieser Kategorie könnten mit einem "Braunen Abschlag" konfrontiert werden – also einem geringeren Marktwert –, während Spitzenimmobilien mit einer Wertsteigerung rechnen können.

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Die Reform erweitert zudem die Pflicht, einen Energieausweis vorzulegen: Vermieter müssen ihn künftig bei der Verlängerung von Mietverträgen oder größeren Sanierungen vorweisen. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Euro.

Ältere Energieausweise, die noch nach dem aktuellen Gebäudeenergiegesetz (GEG) ausgestellt wurden, könnten an Gültigkeit verlieren, sobald die neue Skala in Kraft tritt. Selbst die Einstufung eines Gebäudes könnte sich im Laufe der Zeit verschlechtern, falls sich die nationalen Effizienzdurchschnitte ändern. Parallel arbeitet die Bundesregierung am Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG), um die EU-Ziele zu erfüllen und den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme zu steuern.

Die EPBD setzt ehrgeizige Fristen: Alle neuen öffentlichen Gebäude müssen ab 2028 emissionsfrei sein, alle Neubauten in der EU ab 2030.

Die Änderungen zwingen Immobilienbesitzer, ihre Gebäude energetisch zu sanieren – oder finanzielle Nachteile in Kauf zu nehmen. Mit der Einführung der neuen A-bis-G-Skala könnte die Akzeptanz älterer Energieausweise sinken. Durch klarere Vorgaben und transparente Bewertungen will die EU die Emissionen im Gebäudesektor senken und Deutschlands Wärmewende vorantreiben.

Quelle