08 May 2026, 20:22

NRW kämpft für fairen Mutterschutz für Selbstständige in ganz Deutschland

Ein Blatt mit einer Zeichnung von drei Frauen vor einem Gebäude, betitelt "Frauenrechte: Ladies Take Your Own Choice, Polka und Mazurka" oben und unten.

NRW kämpft für fairen Mutterschutz für Selbstständige in ganz Deutschland

Nordrhein-Westfalen setzt sich für besseren Mutterschutz für Selbstständige in ganz Deutschland ein

Die Landesregierung hat ihre Forderung nach gesetzlichen Schutzmaßnahmen erneuert und betont, dass eine Schwangerschaft niemals als berufliches Risiko betrachtet werden dürfe. Jährlich bringen rund 27.000 selbstständige Frauen Kinder zur Welt – ohne die gleichen Absicherungen wie Angestellte.

Die Initiative gewann an Fahrt, nachdem die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) konkrete Vorschläge vorgelegt hatte. Diese basieren auf einer vom Land finanzierten Machbarkeitsstudie. Kern des Plans ist eine einmalige Pauschalzahlung, die entgangene Einnahmen während der Mutterschutzzeit ausgleichen soll.

Das Bundeswirtschaftsministerium veranstaltete kürzlich in Berlin eine Konferenz, um über die nächsten Schritte zu diskutieren. Politikerinnen und Politiker, Wirtschaftsvertreter sowie zivilgesellschaftliche Gruppen erörterten, wie die Reformen in der Praxis umgesetzt werden könnten. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) unterstrich, dass Schwangerschaft nicht als Berufsrisiko behandelt werden dürfe.

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Nordrhein-Westfalen treibt die Debatte voran: Mit einer Bundesratsinitiative und einer breiten Allianz hat das Land die Führung übernommen. Die vollständigen Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden im Juli veröffentlicht und sollen weitere Klarheit über die Umsetzung bringen.

Ziel der Vorschläge ist es, eine Lücke im Unterstützungssystem für selbstständige Mütter zu schließen. Wird die Pauschalleistung eingeführt, würde sie finanzielle Sicherheit während des Mutterschutzes bieten. Der Vorstoß des Landes spiegelt ein wachsendes Bewusstsein wider: Unabhängig vom Beschäftigungsverhältnis braucht es gleichen Schutz für alle.

Quelle