07 May 2026, 22:21

Rheinmetall bricht mit Rekordauftragsbestand alle Rekorde – doch die Quartalszahlen enttäuschen

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Rheinmetall bricht mit Rekordauftragsbestand alle Rekorde – doch die Quartalszahlen enttäuschen

Rheinmetall verzeichnet starkes Wachstum im Auftragsbestand – Umsatz und Gewinn im ersten Quartal jedoch unter den Erwartungen

Rheinmetall meldet einen deutlichen Anstieg seines Auftragsbestands um 31 % auf Rekordhöhe von 73 Milliarden Euro. Der Rüstungskonzern kündigte zudem Pläne für neue Raketenprojekte sowie mögliche Übernahmen im Marinesektor an. Dennoch blieben die Ergebnisse des ersten Quartals hinter den Markterwartungen zurück.

Der Umsatz des Unternehmens stieg im ersten Quartal auf 1,94 Milliarden Euro – ein Plus von 8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotz dieses Wachstums verfehlte die Zahl die Prognosen der Analysten um 330 Millionen Euro. Auch der operative Gewinn kletterte um 17 % auf 224 Millionen Euro, lag jedoch 38 Millionen Euro unter den Schätzungen.

Konzerchef Armin Papperger verwies auf Verzögerungen in den Verhandlungen mit Lockheed Martin über die Einrichtung einer Raketen- und Lenkwaffenproduktion in Deutschland. Gleichzeitig prüft Rheinmetall weitere Partnerschaften, darunter eine Zusammenarbeit mit Raytheon im Raketenbereich. Gemeinsam mit dem niederländischen Partner Destinus plant das Unternehmen die Herstellung moderner Marschflugkörper, wobei die Produktion voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027 anlaufen soll.

Im Marinesektor reichte Rheinmetall ein vorläufiges Angebot für die German Naval Yards Kiel ein. Zudem erwägt der Konzern den Kauf von Teilen der rumänischen Werft Mangalia, um seine Kapazitäten im Schiffsbau auszubauen. Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen stärkere Ergebnisse, getrieben durch Großaufträge im Bereich Marinesysteme und Militärfahrzeuge sowie die volle Produktionsaufnahme in seinem Munitionswerk im spanischen Murcia.

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Darüber hinaus führt Rheinmetall Gespräche mit mehreren Ländern des Nahen Ostens über die Lieferung von bis zu zehn Luftabwehrsystemen im Jahr 2025. Trotz der durchwachsenen Ergebnisse im ersten Quartal hält das Unternehmen an seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest: Ein Umsatz zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von etwa 19 %.

Der Auftragsbestand von Rheinmetall hat damit ein Allzeithoch erreicht, gestützt durch neue Projekte in den Bereichen Marine und Raketentechnik. Das Unternehmen bleibt auf Expansionskurs, mit potenziellen Geschäften in Europa und dem Nahen Osten. Analysten werden die weiteren Verhandlungen und Produktionspläne in den kommenden Monaten genau verfolgen.

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